ÖVP-Wissenschaftssprecher zur UG-Novelle

Wien (OTS) Die UG-Novelle soll einerseits Studentinnen und Studenten unterstützen, strukturiert studieren und in absehbarer Zeit zu ihrem Abschluss gelangen zu können. Andererseits soll sie auch jenen Universitäten nützen, die eine höhere Prüfungsaktivität und eine höhere Zahl an Studienabschlüssen vorweisen, denn das wirkt sich direkt auf ihr Budget aus. Und ein höheres Universitätsbudget wirkt positiv auf den Studienbetrieb zurück. Dieser umfasst ein breiteres Studienangebot, mehr Unterstützung und Service sowie eine bessere Infrastruktur, umreißt ÖVP-Wissenschaftssprecher Abg. Univ.Prof. Dr. Rudolf Taschner die Ziele der heute, Dienstag, von Bildungsminister Heinz Faßmann präsentierten UG-Novelle, die nun in Begutachtung geht.

„Die aktuelle Reform des Universitätsgesetzes 2002 (UG) sieht explizit Unterstützungsleistungen von Seiten der Universitäten vor, die dabei helfen sollen, ein Studium von Beginn an so zu organisieren, dass es bei gutem Verlauf in Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann“, so Taschner, der auf die bessere Planbarkeit verweist: „Zu Semesterbeginn muss alles bekannt sein.“ Das Studienjahr wird nun an allen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen (PH) in gleicher Weise strukturiert.

Studentinnen und Studenten von Bachelor- und Diplomstudien an Universitäten und PH müssen in den ersten vier Semestern mindestens 24 ECTS-Punkte absolvieren. Diese durchschnittlich sechs ECTS-Punkte pro Semester entsprechen einem Fünftel der Studienleistung, die der Studienplan normalerweise vorsieht (30 ECTS-Punkte pro Semester). Ein dreijähriges Bachelorstudium umfasst 180 ECTS Punkte. Gelingt das nicht, führt das zum Erlöschen der Zulassung für dieses Studium an dieser Universität oder PH für zehn Jahre. Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, dasselbe Fach an einer anderen Universität oder PH zu belegen.

Diese Neuregelung verschafft ECTS-Gerechtigkeit, also eine Garantie, dass „drin ist, was draufsteht“. „Alle wissen damit genau, was auf sie in einer Lehrveranstaltung oder bei einer Prüfung zukommt und wie viele Stunden sie aufwenden müssen“, so Taschner, der auch auf die leichtere Anerkennung von Studienleistungen verweist. Bei Anerkennungen sei nun eine Beweislastumkehr vorgesehen. Universitäten bzw. Pädagogische Hochschulen müssen belegen, warum woanders erbrachte Studienleistungen nicht anerkannt werden können. Für jene, denen nur mehr eine Prüfung zum Abschluss fehlt, gibt es zudem eine Härtefallklausel: Eine zusätzliche Wiederholung einer Prüfung ist erlaubt, wenn es sich um die letzte Prüfung vor dem Abschluss handelt.

Als weitere Verbesserung erachtet Taschner, dass die Beurlaubung vom Studium nun auch während des Semesters möglich ist. Außerdem gibt es erstmals ein fünfjähriges kombiniertes Master- und Doktorratsstudium, so Taschner, der abschließend die vereinfachte Neuregelung bei der Wiederbestellung der Rektorin bzw. des Rektors hervorhebt. Die geplante Reform soll mit dem neuen Studienjahr 2021/22 in Kraft treten.

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