1. Klubkonferenz des SPÖ-Rathausklubs präsentiert umfassendes Investitions- und Maßnahmenpaket als Weg aus der Corona-Krise

Wien (OTS/SPW-K) Die Corona-Pandemie stellt die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt weiterhin vor enorme Herausforderungen. Angesichts einer solch massiven Krise hat Wien schnell reagiert und seit Beginn der Corona-Pandemie rund 450 Millionen Euro für Arbeit, Wirtschaft, Gesundheit, Soziales, Wissenschaft und Kultur bereitgestellt. “Unser Ziel ist es, um jeden Arbeitsplatz in dieser Stadt zu kämpfen und und neue Arbeitsplätze durch gezielte Projekte zu schaffen. Dazu hat Wien ein Investitions- und Maßnahmenpaket geschnürt, um den Menschen Perspektiven in der Pandemie zu bieten”, sagt Josef Taucher, Vorsitzender des SPÖ-Rathausklubs, und weiter: “Wir haben in der 1. Klubkonferenz bestehende Maßnahmen diskutiert und weiterentwickelt. Das Paket ist für die Menschen ein Wegweiser aus der schwierigen Situation am Arbeitsmarkt.”

Gesundheits- und Sportstadtrat Peter Hacker zum Ausbau der Ausbildungsplätze: “Die Wienerinnen und Wiener haben sich die bestmögliche Pflege und medizinische Betreuung verdient – die Ausbildung der dafür notwendigen Fachkräfte spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle. Wir schaffen hier Enormes, hunderte zusätzliche Plätze in allen Bereichen. Dieser Ausbau ist ein ganz zentraler Baustein dafür, dass wir die hohe Qualität des Wiener Gesundheitswesens auch in Zukunft garantieren können.”

“Wir suchen nicht die kurzfristige Lösung für die nächste Pressekonferenz, sondern denken langfristig. Genau das braucht es jetzt. Demnach setzen wir gerade alles daran und unterstützen den Wiener Arbeitsmarkt mit 120 Mio. Euro. Fokus ist, genügend Fachkräfte auszubilden, die es künftig für den Gesundheits-, Pflege- und Elementarbildungsbereich braucht. Allein für diese Ausbildung nimmt die Stadt Wien 31,5 Mio. Euro in die Hand”, so Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke.

Bei der 1. Klubkonferenz wurden Projekte aus den Bereichen Arbeit, Wirtschaft, Gesundheit und Sport mit Stadtrat Peter Hanke und Stadtrat Peter Hacker diskutiert und präsentiert.

Angepackt #1:

Wiener Ausbildungsgeld

Laut einer Studie des Dachverbandes Wiener Sozialeinrichtungen werden in Wien bis 2030 allein im ambulanten Bereich mehr als 9.000 zusätzliche Mitarbeiter_innen benötigt. Diesen Bedarf greift die Stadt Wien mit der Iniative “Wiener Ausbildungsgeld” und bietet arbeitssuchenden Wiener_innen eine reale Chance, an Qualifizierungsprogrammen im Gesundheits- und Pflegebereich teilzunehmen. Das neu entwickelte Stipendienmodell bietet 4.100 arbeitssuchenden Wiener_innen bis Ende 2023 die Chance auf eine top Ausbildung im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich sowie die Aussicht auf einen zukunftssicheren Job.

  • Erstmals können auch Fachhochschulausbildungen absolviert werden (z.B. diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, Hebammen).
  • Für Ausbildungen, die 12 Monate und länger dauern, gibt es zusätzlich zum gesetzlichen Anspruch aus der Arbeitslosenversicherung das Wiener Ausbildungsgeld in der Höhe von 400 Euro monatlich.
  • Das Wiener Ausbildungsgeld kann für Ausbildungen im Bereich Gesundheit und Pflege, sowie für Ausbildungen der Gemeinde Wien in der Elementarpädagogik/ Kindergartenbetreuung in Anspruch genommen werden.

Angepackt #2:

Erstmals Unterstützung von EPU durch waff

Der waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) fördert erstmals auch Ein-Personen-Unternehmen (EPU) bei ihrer Aus- und Weiterbildung, und zwar mit bis zu 2.000 Euro und 80 % der Kurskosten. Konkret gefördert werden Weiterbildungen im kaufmännisch betriebswirtschaftlichen Bereich sowie Sprachkurse und Qualifizierungen zum Erwerb bzw. der Verbesserung von digitalen Kompetenzen.

Angepackt #3:

Waff mit 87 Mio. Euro für bessere Jobchancen von 34.000 Wiener_innen

Insgesamt setzt der waff 2021 auf die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften, um die Wiener Arbeitnehmer_innen für die zukünftigen Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu rüsten und Unternehmen mit top ausgebildeten Fachkräften zu unterstützen. Zudem werden 992 Unternehmen unterstützt, die Fachkräfte suchen oder in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter_innen investieren wollen.

Konkret profitieren heuer von den Unterstützungsangeboten des waff:

  • 24.470 beschäftigte Wiener_innen durch Information, Beratung und Geld für Weiterbildung (bis zu 5.000 Euro) sowie durch Hilfe beim Nachholen von Bildungsabschlüssen.
  • 3.799 arbeitssuchende Wiener_innen im Rahmen des Programms “Jobs plus Ausbildung” durch berufliche Neuorientierung im Rahmen der waff Arbeitsstiftungen (im Falle von Personalabbaumaßnahmen oder Unternehmensinsolvenz) und durch die “Joboffensive 50plus”.
  • Über 5.000 Jugendliche erhalten im Rahmen der Wiener Ausbildungsgarantie neue Ausbildungschancen für einen guten Start in den Beruf.

Angepackt #4:

Mehr Ausbildungsplätze für Pflege- und Gesundheitsberufe

In Wien sind mehr als 60.000 Personen im Gesundheits- und Sozialbereich beschäftigt, zusätzlich haben 3.000 Menschen im Zuge der Bekämpfung der Covid-Pandemie Beschäftigung gefunden.

Wie im Regierungsprogramm der Fortschrittskoalition vereinbart, wird die Stadt in den kommenden Jahren die Ausbildungsplätze in Pflege- und Gesundheitsberufen deutlich aufstocken. Bereits Ende 2020 wurde das Ausbildungskontingent für Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz an der AWZ Soziales Wien um 270 Plätze erweitert. Im Vollausbau werden in diesem Bereich ab 2026 rund 750 zusätzliche Plätze zur Verfügung stehen.

Ausgebaut werden auch die Studienplätze für den gehobenen Dienst an der FH Campus Wien. Für die Ausbildung von diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger_innen stehen ab dem Wintersemester 2021/22 stufenweise mehr Plätze zur Verfügung. Ab dem Studienjahr 2024/25 werden es 810 zusätzliche Studienplätze sein. Bei den gehobenen medizinisch-technischen Diensten und Hebammen werden die aktuell vorhandenen 1.275 Studienplätze bis 2026 auf 2.055 Plätze aufgestockt.

Verbunden mit dem Ausbau der Studienplätze wird am Standort der FH Campus in Wien-Favoriten auch ein neues Schulungsgebäude errichtet.

Die Gesamtkosten für dieses langfristige Projekt mit der FH Campus Wien, dem Wiener Gesundheitsverbund und dem Fonds Soziales Wien in Höhe von mehr als 700 Mio. Euro wurden im Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Angepackt #5:

Sanierungsoffensive für Wiener Spitäler

Auf Basis der medizinischen Leistungsentwicklung hat die Stadt Wien in den vergangenen Monaten ein Investitionsprogramm für die Spitäler des Wiener Gesundheitsverbundes entwickelt. Gemeinsam mit der bereits laufenden Generalsanierung des AKH soll in allen WiGev-Spitälern moderne Medizin in moderner Infrastruktur ermöglicht und Kompetenzzentren geschaffen werden, die eine Spitalsversorgung auf höchstem Niveau für die nächsten Generationen sicherstellen. Das Investitionsprogramm hat eine Laufzeit bis 2040 und ein Gesamtvolumen von rund fünf Milliarden Euro. Durch diese Investitionen ergibt sich laut Berechnungen von Wirtschaftsforschern ein Effekt von 85.000 gesicherten Arbeitsplätzen.

Angepackt #6:

150 Mio. Euro für die Wiener Sportstätten

Mit dem im Oktober 2020 präsentierten Entwicklungsplan „Sport.Wien.2030“ wurden die Handlungsfelder im Bereich der Wiener Sportstätten festgelegt. Auf Basis dieses Konzepts werden in den kommenden Jahren rund 150 Millionen Euro für die Sanierung bestehender und die Errichtung neuer Sportanlagen aufgewendet.

So wird am Standort des Ferry-Dusika-Stadions bis 2023 eine multifunktionale Sport Arena mit den Schwerpunkten Ballsport, Turnen und Leichtathletik entstehen, die Schwimmanlagen im Stadionbad werden um ein zusätzliches 50-Meter-Becken und eine neue Überdachung für das bestehende Schwimmbecken erweitert.

In den kommenden Jahren werden zudem die Trainingsplätze für die Fußballer am Happel-Stadion modernisiert, die Reitsportanlage Freudenau revitalisiert, das Stadion des Fußball-Zweitligisten FAC erneuert und die städtischen Rundhallen generalsaniert. Im Rahmen eines breiten Sanierungsprogramms erneuert und saniert die Stadt auf 21 Sportanlagen in 15 Bezirken die Rasenanlagen und errichtet 12 neue Funktionsgebäude für Vereine aus den unterschiedlichen Sportarten. Durch ein Erweiterungsprogramm werden rund 56.000 Quadratmeter Sportflächen zusätzlich für den Sport genutzt.

Neben dem Mehrwert für die Wiener Verbände, Vereine sowie Sportlerinnen und Sportler, die zusätzliche Möglichkeiten in moderner Infrastruktur erhalten, wird durch die Bautätigkeit auch die Wirtschaft angekurbelt. Durch das Investitionspaket in Höhe von 150 Mio. Euro ergibt sich in den kommenden Jahren ein Effekt von 2.600 gesicherten Arbeitsplätzen.

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