Kaiserliches Jagdschloss der Bundesforste in den Donau-Auen als Schauplatz für Theatererlebnis – Neue Produktion des Wiener Kult-Ensembles „Nesterval“ – Termine im Oktober/November 2022

Wien/Purkersdorf/Eckartsau (OTS) Das letzte Kapitel der Donaumonarchie wurde 1918 in einem Jagdschloss unweit von Wien geschrieben: Im Schloss Eckartsau, auf halbem Wege zwischen Wien und Bratislava gelegen, und heute von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) betreut, unterzeichnete Kaiser Karl I. die Verzichtserklärung auf die ungarische Reichshälfte, besiegelte damit das Ende der mehr als 600 Jahre währenden Donaumonarchie und verbrachte die verbleibende Zeit in Österreich, auch Weihnachten 1918, mit seiner Familie im Schloss Eckartsau. „Die letzten Tage der Nestervals“, eine Neuproduktion des Wiener Kult-Ensembles „Nesterval“, macht dieses Stück österreichische Zeitgeschichte nun im Oktober und November 2022 auf besondere Art und Weise im Schloss Eckartsau erlebbar. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Einen Abend lang können die Besucher*innen voll und ganz in die Vergangenheit, den Zufluchtsort Eckartsau und die Historie der letzten Tage der Kaiserfamilie in Österreich eintauchen.

„Das ehemalige kaiserliche Jagdschloss Eckartsau liegt mitten in der wilden Natur des Nationalparks Donau-Auen und ist ein wichtiges Ausflugsziel der Region. Wir freuen uns sehr, dass es nun auch Schauplatz für eine besondere Wiener Theaterproduktion ist, die die kulturelle und historische Vergangenheit dieses Ortes eindrücklich erlebbar macht“, so Georg Schöppl, ÖBf-Vorstand für Finanzen und Immobilien.

„Jeder Abend bei Nesterval ist einzigartig und auch für uns eine Herausforderung. Wir lieben das und nehmen unsere Gäste an der Hand mitten hinein in die Überforderung und die Ungewissheit. Dort spielen wir dann einfach miteinander und erleben einmalige, überraschende und berührende Momente. Darum machen wird das. Darum freuen wir uns so unglaublich auf Schloss Eckartsau mit seiner großartigen Geschichte!“, so die Nesterval-Kreatoren Martin Finnland und Teresa Löfberg.

Theater mit Publikationsbeteiligung

Die Neuproduktion „Die letzten Tage der Nestervals“ nimmt den historischen Kontext rund um das Ende der Donaumonarchie auf und macht ihn in einem ortsspezifischen immersiven Theaterprojekt, das in den Räumen des Schloss Eckartsau aufgeführt wird, zugänglich. Dabei werden die historischen Ereignisse in Eckartsau von zwei Standpunkten aus betrachtet, sowohl die Eigenwahrnehmung der untergehenden Familie als auch die Sicht der politischen Gegenströmungen kommen zu Wort. Die Performance eröffnet einen Kommunikationsraum, der die Besucher*innen dazu einlädt, während und nach der Performance, gesellschaftspolitische Fragen zu diskutieren und sich mit Migration, Flucht und Krieg sowie Chancengleichheit und Diversität auseinanderzusetzen. Dabei sind die Besucher*innen selbst Teilnehmer*innen am Stück. Die jeweilige per Losentscheid zugeteilte Rolle als Familienmitglieder, Hofdamen, niedere Angestellte, Geistliche, Jäger oder Förster begleitet sie bis zum Ende des Abends. Sie erkunden dabei Schloss Eckartsau und werden Stück für Stück mit der fiktiven/realen Geschichte der Familie Nesterval vertraut. Die Inszenierung wird – basierend auf den wahren Begebenheiten der letzten Tage der Habsburger auf Schloss Eckartsau – dem damaligen Lebensgefühl nachgespürt, mit Dialogen aus „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus verwoben und an Serien-Epen wie „The Great“, „The Crowne“ und „Bridgerton“ angelehnt. Das rund 3-stündige Theaterstück endet mit einer überraschenden Wendung, wenn es darum geht, über das weitere Schicksal der Familie Nesterval zu entscheiden. Die Produktion findet an 15 Terminen im Oktober/November 2022 statt. Tickets sind zum Preis von EUR 39,- bzw. 75,- ab 12. September 2022 erhältlich. Ein Shuttle von Wien zum Schloss und retour wird angeboten. Alle Informationen finden Sie unter: www.nesterval.at.

Vielseitiges Schloss Eckartsau

Das historische Schloss Eckartsau wird mit seinen umliegenden Wäldern von den Bundesforsten, die auch den Großteil der Flächen in den Nationalpark Donau-Auen einbringen, betreut und bewahrt und dient gleichzeitig als Sitz des ÖBf-Nationalparkbetriebs Donau-Auen. Das im Lauf der Jahre restaurierte Schloss ist heute für alle öffentlich zugänglich und ein beliebter Ausflugsort und eine grüne Oase zwischen den beiden Großstädten Bratislava und Wien. Das Angebot umfasst neben der Nationalpark-Infostelle, dem lauschigen Schlosspark und dem Schloss Café unter anderem verschiedene Ausstellungen, Konzerte, Theatervorstellungen sowie Schloss- und Naturführungen zu unterschiedlichen Spezialthemen. Mit dem idyllischen Umfeld im Nationalpark Donau-Auen ist es nicht nur ein Anziehungspunkt für zahlreiche Kultur- und Naturinteressierte, sondern auch ein beliebter Schauplatz für Film-, Foto und Fernsehproduktionen. Auch bei Hochzeitspaaren ist die einzigartige Kombination von Schloss und Naturerlebnis sehr beliebt. Alle Informationen zum aktuellen Programm finden sich unter www.schlosseckartsau.at.

Pressefotos unter www.bundesforste.at

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