Auch bei der Registrierungspflicht für die Gastro fehlt eine klare Linie. Dieses Stückwerk hätte man vermeiden können.

Innsbruck (OTS) Vorname. Nachname. Eine Telefonnummer. Die Zeit des Betretens und Verlassens des Lokals. All das werden die Tirolerinnen und Tiroler in den kommenden Wochen bei einem Lokalbesuch auf Zettel, in Apps oder sonst wo eintragen müssen. Die Registrierungspflicht in der Gastro kommt auch zu uns. In Bayern oder Wien gibt es das ja schon länger. Diskutiert wurde darüber auch schon lange. Die Regelung selbst kam dann offenbar für viele doch wieder überraschend. So zeigte es ein Rundruf gestern. Und wie schon obligat im Corona-Zeitalter: Verordnungen, wenn sie dann da sind, werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten liefern.
So gibt es nicht nur bundesweit einen Fleckerlteppich, was die Pflicht betrifft. Auch für den Gast ergibt sich ein Sammelsurium an Registrierungsvarianten, verbunden mit der Frage nach Datenschutz und Sinnhaftigkeit dieser Zettelwirtschaft. Leidtragende sind auch die Gastronomen, die ohnehin schon mit der 22-Uhr-Sperrstunde hadern. Jetzt kommt auch noch die Registrierung dazu, die eigentlich ja durchaus Sinn macht. Denn die öffentlichen Aufrufe nach Besuchen von infizierten Gästen könnte man damit künftig vermeiden.
All das hätte man aber besser vorbereiten können. Einen ganzen Sommer lang war dafür Zeit. Doch wie bei vielen Themen (der Schule beispielsweise) scheint es auch hier, als hätte sich die Politik verzettelt. Statt klarer Handlungsanleitungen, bundesweit einheitlicher Regelungen und vielleicht einer einfachen und sicheren Registrierungs-App gibt es vorerst also viele Fragen und ein paar ausgedruckte Formulare. Und was ist eigentlich aus der „Stopp Corona“-App geworden?

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