Innsbruck (OTS) Am Anfang waren manche impfneidig. Es gab zu viele, die sich gegen das Coronavirus immunisieren lassen wollten – und zu wenig Stoff dafür. Mittlerweile ist es umgekehrt: eine Fülle von Vakzin, immer weniger, die es sich verabreichen lassen.
Mit teils abstrusen „Argumenten“. Sie reichen von Verschwörungstheorien bis zur Aussage, kein Gift in den Körper bekommen zu wollen. Besonders skurril ist diese, wenn sie von Leuten kommt, die viel rauchen und Alkohol als Durstlöscher werten. Mit den „sozialen“ Netzwerken haben Skeptiker und Neinsager eine Plattform, die sie anderweitig nicht hätten. Stumpfsinn Sonderzahl wird da verbreitet – und von Konsumenten übernommen. Just jenen, die Vertreter der etablierten Qualitätspresse der Lüge zeihen, ist bei Facebook & Co. die Quelle egal – und ist sie noch so unseriös. Dass eine Partei dabei ist bei dem Treiben, dass sich FPÖ-Klubchef Herbert Kickl gar dafür rühmt, sich nicht impfen zu lassen, die Schutzwirkung kleinredet, ist schlimm – und unverantwortlich. Die Impfung ist bis dato das einzige Mittel, das es gegen das Virus gibt, zumindest gegen einen schweren Verlauf.
Das Lamento, die „Freiheit des Einzelnen“ werde mit dem Stich in den Arm und dem Nachweis, ihn zweimal bekommen zu haben, beschränkt, ist schräg. Merken Blaue und andere Verweigerer nicht, dass sie mit ihrem Widersinn nicht nur sich, sondern allen die Freiheit dauerhaft nehmen, die sie einfordern? Wollen sie in den kommenden Jahren Masken tragen und Abstand halten müssen, weil das Virus mit Ignoranz nicht zu bekämpfen ist? Wollen sie Klein- und Schulkinder, die noch nicht geimpft werden können, gefährden? Wollen sie weitere Lockdowns mit all den Folgen für Wirtschaftstreibende und Arbeitnehmer? Ist das die Freiheit, die sie meinen? Manche sind geläutert, weil sie selbst oder Familienangehörige im Spital sind oder an Long Covid leiden. Muss es so weit kommen? Etliche derer, die nicht nur auf sich, sondern auch auf andere schauen, sind empört wegen solchen Verhaltens. Sie sind es zu Recht.

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