Der oberösterreichische ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer spricht von einer „anderen FPÖ“. Die gibt es nicht.

Innsbruck, Wien (OTS) Oberösterreichs ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer will nicht sagen, mit welcher Partei er nach der Landtagswahl am 26. September koalieren möchte. Seit 2015 werkt er mit den Blauen. Dass er mit diesen auch künftig kooperieren will, erschließt sich aus seinen Aussagen. „Eine andere FPÖ“ als im Bund ortet Stelzer. Dort wird diese nun nicht mehr von Norbert Hofer geführt, sondern vom scharfzüngigen Herbert Kickl. Dieser tat sich schon während des Bündnisses von Türkisen und Blauen im Bund mit Kanzler Sebastian Kurz schwer. Seit dem Bruch wegen der publik gewordenen Ibizareisen des damaligen FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache und den Folgen für ihn als Innenminister kann Kickl mit der ÖVP nicht mehr – und diese nicht mit ihm.
Im Wissen dessen versucht Stelzer zu differenzieren. Einen Pakt mit „der Kickl-FPÖ“ werde es nicht geben, sagt er.
Ein klassischer Fall von Schönrederei, bekannt von den burgenländischen Roten ob ihrer Liaison mit den Blauen.
Es gibt keine zwei FPÖs. Da kann der Oberösterreicher Manfred Haimbuchner öffentlich noch so oft den Staatstragenden, den Konzilianten geben, er ist stramm rechts. Da kann Kickl noch so oft die Nichtburschenschafterei betonen, er ist stramm rechts. Und trotz seiner überstandenen schweren Corona-Erkrankung redet Haimbuchner die Pandemie klein. Kickl tut das mit seiner Impfverweigerung. Angesichts all dessen sind Stelzers Äußerungen Taktik – und als solche erkennbar.

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