Ausgabe vom Dienstag, 11. Mai 2021

Innsbruck (OTS) Nach lähmend langen sechseinhalb Monaten Dauer-Lockdown kommen am 19. Mai die erhofften Öffnungsschritte – ein angesichts der jüngsten sehr positiven Entwicklung vertretbarer und richtiger Schritt. Ein Restrisiko bleibt aber.

Ebenso wie vor 15 Monaten wohl fast niemand mit einem auch nur annähernd so dramatischen Ausmaß der Corona-Pandemie gerechnet hat, so wenig vorstellbar war wohl selbst noch im Herbst, dass der im November verhängte Lockdown sechseinhalb Monate dauern würde – inklusive Totalausfall einer kompletten Tourismus-Wintersaison in Tirol.
Mit den seit Wochen endlich auf breiter Linie laufenden Impfungen ebbt nicht nur die dritte Covid-Welle immer weiter ab. Es besteht auch die berechtigte Hoffnung, dass derart umfassende Lockdowns mit ihren massiven Folgen künftig nicht mehr nötig sein werden. Lockerungen in Aussicht gestellt hat die türkis-grüne Bundesregierung der Bevölkerung ja schon wiederholt – um das dann kurz darauf wegen der angespannten Coronavirus-Lage in Österreich wieder zurückziehen zu müssen. Diesmal kann der Öffnungs-Termin 19. Mai mit Blick auf glasklare und sehr erfreuliche Fakten aber guten Gewissens eingehalten werden: Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfizierte je 100.000 Einwohner in der letzten Woche) fiel erstmals seit sieben Monaten auf unter 100, zudem zeigt die Kurve der in Krankenhäusern und auf Intensivstationen liegenden Covid-Patienten deutlich nach unten.
In acht Tagen können Hotellerie, Gastronomie, Kultur, Sport und Freizeitbetriebe mit Einschränkungen endlich wieder aufsperren. Voraussetzung für den Eintritt wird, und das wird auch sonst in Europa wohl bald überall bis auf Weiteres als Standard gelten, dass man getestet, genesen oder geimpft (die von der Politik so titulierten „3Gs“) ist. Wer sich künftig weder impfen noch testen lassen will, wird von vielen Angeboten und Betätigungen ausgeschlossen bleiben.
Aufzupassen gilt es weiter im privaten Bereich, wo seit Monaten die weit überwiegende Anzahl an Neuinfektionen vermerkt wird. Viel wird auch an der Disziplin der Firmen und Veranstalter hängen, dass diese entsprechend kontrollieren und geltende Sicherheitsvorschriften einhalten.
Es wird voraussichtlich bis Ende Juni dauern, bis alle, die sich impfen lassen wollen, zumindest die erste Teilimpfung bekommen haben. Klar ist, dass mit der steigenden Zahl an Geimpften das Risiko eines größeren Rückfalls praktisch täglich weiter sinkt. Und je mehr sich in den kommenden Wochen und Monaten impfen lassen, umso eher und rascher werden wir alle diese in vielerlei Hinsicht so extrem belastende Corona-Zeit hinter uns lassen können. Das versprochene „Licht am Ende des Tunnels“ ist jetzt in Österreich wie in vielen anderen Ländern immer klarer sichtbar. Noch ist die Tunnel
ausfahrt aber nicht erreicht.

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