Sölden (OTS) Nachdem sie vor Behörde und Verwaltungsgerichtshof den Widerstreit mit der Gemeinde Sölden zur Nutzung der Gurgler Ache verloren hat, behauptet die TIWAG seit Jahren, sie würde nur noch ein „kleines“ AK Kaunertal verfolgen (keine Wasserentnahme aus der Gurgler Ache). Tatsächlich wird aber weiter fleißig am „großen“ AK Kaunertal gebastelt. Dies zeigen aktuelle Erhebungen von TIWAG-Planungsbüros im Bereich der Gurgler Ache, die den Grundeigentümern gegenüber nicht einmal vorab angekündigt werden. Ganz nach dem Credo: „Wir haben Zeit, wir haben Geld und wir haben die Landespolitik auf unserer Seite“.

Die Gemeinde Sölden und die Wasserkraft Sölden setzen sich seit Jahren für ihre ökologisch verträglichen Projekte an der Gurgler Ache und an der Venter Ache ein, um innerhalb des eigenen Tals (auch in Krisenzeiten) energieautonom zu sein. Das Wasser soll im Tal bleiben. Es soll für den Tourismus und die Landwirtschaft erhalten und nicht über ein kilometerlanges Rohr vom Ötztal ins Kaunertal umgeleitet werden. Obwohl die TIWAG ihr Projekt offiziell um die Ableitungen an der Gurgler Ache eingeschränkt hat und sie rechtlich auch nicht mehr auf das „größere“ AK Kaunertal umsatteln darf, finden in Gurgl aktuell wieder Begehungen vor Ort durch TIWAG-Projektplaner statt – die Grundeigentümer wurden davon nicht einmal vorab verständigt.

Vizebürgermeister Reini Scheiber dazu: „Wir wollen unser Wasser innerhalb des Ötztals energetisch nutzen. Die TIWAG geht darauf nicht ein. Sie will das AK Kaunertal entgegen aller bisherigen Entscheidungen durchboxen. Wir verstehen nicht, warum sich die TIWAG auf einen Justament-Standpunkt stellt, behördliche und gerichtliche Entscheidungen ignoriert und keinen Vorschlägen – zB einer Beteiligung an unseren Gemeindeprojekten – offen gegenübersteht. Bei einer Besprechung hat uns die TIWAG einmal erklärt, wie ihre Strategie zu unseren Projekten ausschaut: „Wir haben Zeit, wir haben Geld und wir haben die Politik hinter uns.“ Es ist traurig, dass für die TIWAG offenbar andere Regeln gelten als für den Rest der Tiroler Bevölkerung.

Rechtsanwalt Prof. Dr. Georg Eisenberger, mit seinem auf Wasserrechtsverfahren spezialisierten Büro Eisenberger Rechtsanwälte Vertreter der Gemeinde Sölden, zu den aktuellen Begehungen vor Ort: „Eigentlich darf die TIWAG ihr „großes“ AK Kaunertal gar nicht mehr umsetzen, weil das Projekt eingeschränkt wurde und aus rechtlichen Gründen eine Ausdehnung auf das ursprüngliche, „große“ Projekt nicht möglich ist. Wie man an den aktuellen Erhebungen sieht, scheint die TIWAG das weiterhin zu ignorieren.

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Vizebürgermeister Gemeinde Sölden
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