Die Druckerei kbprintcom.at zahlt eine halbe Million Euro Wiedergutmachung an die Republik

Wien (OTS) Die Republik Österreich einigte sich mit der Druckerei der schadhaften Briefwahl-Kuverts aus der Bundespräsidenten-Stichwahl 2016 in einem außergerichtlichen Verfahren auf 500.000 Euro Schadenersatz. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin “trend“ in seiner kommenden Freitag erscheinenden Ausgabe.
Da das oberösterreichische 320 Mitarbeiter-Unternehmen kbprintcom.at schon im Zuge der Gewährleistung für die gesamte Neuauflage der Kuverts und Drucksorten aufgekommen war, ergibt sich in Summe ein Betrag von mehr als einer Million Euro, der von kbprintcom.at an Wiedergutmachung geleistet werden musste. Für Wolfgang Peschorn, Leiter der Finanzprokuratur, ist die erzielte auch die bestmögliche Lösung. Ein jahrelanges Gerichtsverfahren wäre das worst case szenario gewesen“, sagt Peschorn im Gespräch mit dem trend. Die Druckerei sei in den Verhandlungen “kooperativ“ gewesen.
Basis der Einigung war ein Gutachten der deutschen Fogra Forschungsgesellschaft. Das Ergebnis: Die Auswahl des Klebemittels war problematisch, der Klebemittelauftrag unregelmäßig, die Qualitätssicherung mangelhaft. Indirekte Folge der Panne: Nach Neuausschreibung kommt ab der Nationalratswahl 2017 statt kbprintcom.at die Staatsdruckerei zum Zug.

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