Wien (OTS) (Wien, 6. Sept. 2021) Das Umweltbundesamt informiert in seinem zweiten Nachhaltigkeitsbericht umfassend über Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele. Im Fokus stehen die Auswirkungen der Corona-Pandemie und Chancengleichheit.

Die Corona-bedingte, massive Reduktion der Dienstreisen im Jahr 2020 wirkt sich sehr positiv auf die Emissionen des Unternehmens aus. Sie sind um 71% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Fast ident ist der Rückgang bei den Luftschadstoffen. Dabei wurden erstmals bei den Berechnungen auch die Emissionen von Handys, Laptops und PCs berücksichtigt. Der Verbrauch von Fernwärme, Gas und Strom ist von 2019 auf 2020 um 13 % gesunken. Der Rückgang ist in erster Linie auf das Teleworking vieler MitarbeiterInnen im Jahr 2020 zurückzuführen. Auch das Abfallaufkommen und der Wasserverbrauch sind um 70% bzw. 40% gesunken.

Arbeiten in der Pandemie

Viele der 500 Umweltbundesamt-ExpertInnen haben im Jahr 2020 Corona-bedingt im Teleworking gearbeitet. Der technische Umstieg ist in kurzer Zeit geglückt. Manche der dadurch geänderten Prozesse und Strukturen sollen auch in der Post Corona-Zeit beibehalten werden. Um das Arbeiten im Büro nach Aufhebung der Lockdowns und Entspannung der Covid-Situtation zu ermöglichen, wurde eine 50/50 Anwesenheitsregelung eingeführt: In jedem Team kann die Hälfte der Mitglieder zeitgleich vor Ort sein. „Die Umweltbundesamt-MitarbeiterInnen haben im letzten Jahr viel an technischen und sozialen Skills in einer neuen Arbeitswelt erworben und können davon auch in Zukunft profitieren“, ist Geschäftsführerin Monika Mörth überzeugt.

Beitrag zu den globalen Nachhaltigkeitszielen

Der nach den internationalen Standards der Global Reporting Initiative erstellte Bericht orientiert sich an den 17 Sustainable Development Goals, den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Neue Projekte werden routinemäßig mit Blick auf ihre SDG-Wirkungen entwickelt und erfasst. Im Jahr 2020 hat jedes fünfte Projekt zu Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ beigetragen, mit Ziel 12 „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ beschäftigten sich 14% aller Projekte und mit Ziel 3 „Gesundheit und Wohlergehen“ 12%. „Die Globalen Nachhaltigkeitsziele helfen uns, als Gesellschaft und als Unternehmen resilienter zu werden“, meint Geschäftsführer Georg Rebernig.

Chancengleichheit & Vielfalt

Chancengleichheit wird im Umweltbundesamt großgeschrieben. Der Gender Pay Gap konnte in den letzten Jahren kontinuierlich reduziert werden und lag im Jahr 2020 bei 8,4 % und damit deutlich unter dem Einkommensunterschied in der Privatwirtschaft von 19,9 %. Um den Unterschied weiter zu verringern, werden bereits vorhandene Shared Leadership Strukturen evaluiert und der Belegschaft nähergebracht. Dadurch sollen Anreize für Teilzeitkräfte geschaffen werden, Führungsfunktionen zu übernehmen.

Das Umweltbundesamt ist reich an MitarbeiterInnen unterschiedlicher Nationalitäten. Die kulturelle Vielfalt spiegelt sich auch bei den Führungskräften wider. Ein Drittel der Mitglieder des Managements hat Wurzeln außerhalb von Österreich.

Um Toleranz, Fairness und Chancengleichheit zu fördern, sind seit 2020 zwei Diversity-Beauftragte aktiv. Sie sind auch Anlaufstelle in Fällen von Diskriminierung, Mobbing oder Konflikten. Geschäftsführung, HR-Management, Betriebsrat und Behinderten-Vertrauensrat tauschen sich regelmäßig zur Chancengleichheit im Unternehmen aus und informieren im eigenen, unternehmensinternen Kommunikationskanal über Neuerungen und Lösungen. Um ein Zeichen für Diversität und Chancengleichheit zu setzen, wurde das Hauptgebäude des Umweltbundesamtes 2021 erstmals mit der Regenbogenfahne beflaggt.

Zertifizierte Managementsysteme

Um interne Abläufe und zentrale Bereiche professionell zu gestalten, wird im Umweltbundesamt mit zertifizierten Managementsystemen gearbeitet. Neben dem seit 2005 etablierten Umweltmanagement nach EMAS und ISO 14001 wurde im Jahr 2020 das Qualitätsmanagement nach ISO 9001 implementiert. Darüber hinaus sind seit Mai 2021 die Managementsysteme im Rahmen eines EU Pillar Assessments akkreditiert. „Umwelt- und Qualitätsmanagement sind unsere Betriebssysteme. Damit erfüllen wir unsere eigenen, hohen Ansprüche und die unserer Kunden und Kundinnen“, erklärt Geschäftsführerin Monika Mörth.

Das Umweltbundesamt

Als größte ExpertInnen-Institution für Umwelt in Österreich und einer der führenden Umweltberater in Europa steht die Umweltbundesamt GmbH für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zur Sicherung nachhaltiger Lebensbedingungen. Die ExpertInnen entwickeln Entscheidungsgrundlagen auf lokaler, regionaler, europäischer und internationaler Ebene. Die Arbeit des Umweltbundesamtes ist transparent und allparteilich, die ExpertInnen stehen im Dialog mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Weitere Informationen: www.umweltbundesamt.at/news210906

Rückfragen & Kontakt:

Sabine Enzinger, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel. 01/31304-5488, E-mail: sabine.enzinger@umweltbundesamt.at

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