Über 1.000 Kinder wurden seit 30. März verletzt – Gesundheitseinrichtungen können die Lage nicht mehr bewältigen

Ost Jerusalem/Wien (OTS) UNICEF und Partner konnten zwei LKW-Ladungen mit dringend benötigten medizinischen Hilfsgütern in den Gazastreifen liefern – genug, um rund 70.000 Menschen zu versorgen. Zu den Medikamenten und medizinischen Geräten gehören Antibiotika, Kochsalzlösung und Spritzen zur Behandlung von Verletzungen.

Seit dem 30. März wurden durch die Gewalt im Gazastreifen über 1.000 Kinder verletzt. Viele dieser Verletzungen sind schwerwiegend und haben möglicherweise lebensverändernde Folgen, einschließlich Amputationen. Die jüngste Gewalt hat das ohnehin schon schwache Gesundheitssystem im Gazastreifen, das wegen schwerer Stromausfälle und Mangel an Treibstoff, Medikamenten und Ausrüstung bröckelt, weiter belastet. Die medizinischen Einrichtungen sind dem Druck der zusätzlichen Opfer, die in den letzten Wochen vielfach komplexe und lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, nicht gewachsen. 

Die zunehmende Gewalt hat die Not der Kinder, deren Leben schon seit vielen Jahren unerträglich schwierig ist, weiter verschlimmert.  

Kinder sollten geschützt werden und nicht als Ziele von Angriffen dienen, für Gewalt und Krieg missbraucht oder in riskante Situationen gebracht werden. UNICEF fordert alle Akteure auf, spezifische Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder vor Schaden zu bewahren. 

Zur Situation der Kinder in Palästina:

  • Im Gazastreifen ist die Hälfte aller Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen. Jedes vierte Kind braucht psychosoziale Betreuung. Ihre Familien haben  4-5 Stunden Strom pro Tag. Neun von zehn haben keinen direkten Zugang zu sauberem Wasser.
  • Kinder im Gazastreifen haben in den letzten zehn Jahren drei große Konfliktwellen erlebt.
  • Im ganzen Staat Palästina benötigen 8.000 Kinder und 400 LehrerInnen Begleitschutz, um die Schule zu erreichen, wenn sie unterwegs die Kontrollpunkte passieren.
  • Kinder im Staat Palästina erleben viele Formen von Gewalt. Über 90% von ihnen berichten, dass sie zu Hause, in der Schule oder auf der Straße Gewalt erlebt haben.
  • Die Jugendarbeitslosigkeit ist extrem hoch: Sie liegt bei über 40% landesweit und über 60% in Gaza.

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