Wien (OTS) Saftig, grün und märchenhaft: Ob in den Highlands oder auf den Inseln – Schottland, im Norden Großbritanniens, bietet den idealen Lebensraum für Wildtiere. Neben den atemberaubenden Landschaften lässt ein landestypisches Elixier das Herz vieler Menschen höherschlagen: der schottische Whisky. „Universum“ zeigt Schottland von der Insel Islay im Westen über die Highlands bis zu den Landschaften der Grafschaft von Perth im Osten. Die neue Dokumentation „Wildnis, Whisky, Highlands – Schottlands Quell des Lebens“ der Filmemacher Stephen Moss und Nigel Pope (ORF-Bearbeitung:
Margarita Pribyl) folgt den tierischen Bewohnern am Dienstag, dem 4. Mai 2021, um 20.15 Uhr in ORF 2 im Kreislauf der Jahreszeiten. Um Schottland geht es am Mittwoch, dem 5. Mai, um 22.30 Uhr in ORF 2 auch in der „WELTjournal“-Reportage „Schottland – unbeugsam und unabhängig“: Die Wahlen Anfang Mai gelten als Stimmungsbarometer, ob die Schotten neuerlich die Unabhängigkeit von Großbritannien und in Folge die Rückkehr in die EU anstreben.

Universum: „Wildnis, Whisky, Highlands – Schottlands Quell des Lebens“

Die Whisky-Brennereien werden nicht selten von tierischen Bewohnern besucht. Scheinbar unbeeindruckt von den merkwürdigen Vorgängen, bei denen Hefe, Wasser und Malz wieder einmal in den Gärbottich gefüllt werden, nisten Schwalben in einer ruhigen Ecke. Im Sommer kommt ein weiterer Untermieter samt Familie: ein Baummarder. Er ist klein, wendig und elegant. Das smarte Säugetier ist der Top-Jäger im schottischen Wald. Das Baummarder-Weibchen hat Junge bekommen, drei wohlgeratene Nachkommen. Sie haben ein gemütliches „Loft“ in einem der Nebengebäude der Whisky-Brennerei bezogen. Das Dämm-Material im Dachstuhl ist bequeme Schlafstatt ebenso wie ideales Spielzeug für die aufgeweckten Marderjungen. Im Juli werden sie noch gesäugt, doch in ein paar Wochen werden sie losziehen, um ihr neues Zuhause – den Wald – zu erkunden. In der unmittelbaren Umgebung von einer der Brennereien fühlen sich Eichhörnchen besonders wohl. Denn die Whisky-Produzenten legen regelmäßig Futter für die zierlichen Nager aus. Nun müssen die emsigen Eichhörnchen die begehrten Nüsse zwischen den blauen Glockenblumen nur noch finden. Ein Bild wie aus einem Märchen. Gleich daneben entsteht aus Gerste, Hefe und Wasser das weltberühmte „flüssige Gold“.

Am Spey, dem drittlängsten Fluss Schottlands, zeigt ein Fischadler seine spektakulären Künste. Im Flug schnappt er sich mit seinen dicken Krallen die Fische. Doch nicht nur für die fette Beute ist es ein Kampf ums Überleben. Auch der Fischadler muss aufpassen, dass ihn der panische Fisch nicht mit nach unten in die Tiefen des Wassers zieht. Nasses Gefieder könnte ihm zum Verhängnis werden. In den Hügeln, hinter einem reißenden Wasserfall, hat ein Wasseramsel-Pärchen im Frühling sein Nest für die Küken eingerichtet. Das ständig hinabstürzende Wasser ist ein guter Schutz gegen Feinde. Flink, wie Torpedos, müssen die Singvögel an den Fluten vorbei, um die hungrigen Schnäbel zu stopfen. Im Herbst beginnen die Lachse ihre anstrengende Wanderung, um dort neues Leben zu schaffen, wo sie einst selbst geboren wurden. Um zu ihren Laichplätzen in den Quellgebieten oben in den Highlands zu gelangen, müssen sie den Wasserfall überwinden.

Ob für paarungswillige Frösche oder balzende Auerhähne, ob für die Kämpfe der Rothirsche oder das Reh mit seinem Kitz: Schottlands Wildnis bietet einer vielfältigen Tierwelt ausreichend Platz. „Uisge beatha“ bedeutet in Schottland das „Wasser des Lebens“. Dieses Wasser als Lebensquell wird in Schottland im Frühjahr „gesegnet“. Dabei vergessen die Schotten nicht, dem Fluss etwas von dem zurückzugeben, was aus ihm entstanden ist: einen Schluck schottischen Whisky.

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