Teil 2 – „Wale und Vulkane“ am 1. Oktober um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Die Karibik ist für ihre reichhaltige Flora und Fauna bekannt. Doch eine Ursache dafür ist gleichzeitig auch eine große Gefahr: der Vulkanismus. Auf den Antillen-Inseln Dominica und Guadeloupe hat dieses Naturphänomen viele Gesichter: Es gibt kochende Seen, giftige Schwefelaustritte, blubbernde Flachwasservulkane und – in Tausenden Metern Tiefe – die „Schwarzen Raucher“, die Tiefseevulkane. Gerade weil die Kräfte aus dem Erdinnern so rasend schnell zerstören, entstehen auch immer wieder neue Nischen. Der zweite und letzte Teil des neuen „Universum“-Zweiteilers „Wunder der Karibik“ zeigt am Dienstag, dem 1. Oktober 2019, um 20.15 Uhr in ORF 2, wie hier eine unglaubliche Tier- und Pflanzenwelt entstehen konnte – über wie auch unter Wasser.

Vulkanismus zerstört nicht nur. Das zeigt sich etwa daran, dass die hohen Vulkankegel Wolken anziehen und an ihren fruchtbaren Hängen ausgedehnte Regenwälder entstanden sind. Im Laufe der Evolution haben sich an den steilen Berghängen der Vulkane riesige Frösche und Insekten entwickelt, wie der mehr als 15 Zentimeter lange Nashornkäfer.

In den oft tief eingeschnittenen Tälern haben Arten ihren Lebensraum, die es in dieser Form zum Teil nur hier gibt. Denn Vulkanausbrüche sorgen für neue Gegebenheiten und trennen die Arten nicht selten voneinander. Die Lavaströme können dafür sorgen, dass sich der Lebensraum von Tieren und Pflanzen verkleinert. Das gilt speziell für extrem langsame Tiere, für die die vom Vulkanismus geformten, tief eingeschnittenen Canyons schwer überwindbare Hindernisse sind. Kurzlebige Arten wie etwa Stab- und Gespenstschrecken entwickeln in dieser Isolation rasch Unterarten, die sich spezialisiert haben: So fressen die meisten Schrecken nur noch die Blätter von ein oder zwei Pflanzenarten, die es im nächsten Tal schon nicht mehr gibt.

Die Pottwale von Dominica fressen kleinere Tintenfische als anderswo, tauchen viel öfter pro Tag und leben anders als ihre Artgenossen in direkter Küstennähe. Sie haben aufgehört zu wandern und erziehen ihren Nachwuchs gemeinsam. Doch ihre Population schrumpft. Wird die Entwicklung nicht gestoppt, wird es hier wohl schon 2030 keine Pottwale mehr geben. Ähnliches gilt für Lederschildkröten oder Riesenfrösche, die hier immer noch gejagt werden.

Florian Guthknechts „Universum“-Dokumentation „Wunder der Karibik:
Wale und Vulkane“ ist nicht nur eine Reise zu einzigartigen Tieren – die Dreharbeiten begleiten auch Einheimische sowie Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die versuchen, die zerstörerischen Entwicklungen aufzuhalten.

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