Änderung der Nominierungspraxis gefordert

Straßburg (OTS) Mit der Wahl von Kersti Kaljulaid zur Präsidentin von Estland sind künftig nur noch drei von 28 Mitglieder des Europäischen Rechnungshofs Frauen. Das Europaparlament hat mit der heutigen Abstimmung dem estnischen Vorschlag zugestimmt, wodurch erneut ein männlicher Kandidaten bestätigt wird. Damit bewahrheitet sich der dramatische Rückgang des Frauenanteils in einer der wichtigsten EU-Institutionen, auf den die Grüne Europaabgeordnete Monika Vana wiederholt hingewiesen hat:

„Wir haben bereits zu Beginn des Jahres vor dieser Entwicklung gewarnt. Die Nominierungspraxis der EU-Staaten, durch die fast immer nur Männer ernannt werden, widerspricht den Grundwerten der Union. Das klare Bekenntnis zur Gleichstellung von Frauen und Männern muss besonders bei der Besetzung von Spitzenpositionen zu einer sichtbaren Tat werden. Eine ausgewogene Frauenquote muss selbstverständlich sein, besonders auf EU-Ebene.“

„Ich werde vorerst keiner Ernennung von Männern als Mitglieder des Rechnungshofs zustimmen bis wieder eine Frau zum Zug kommt. Gleichzeitig fordere ich von der EU-Kommission neue Regeln bei Nominierungen. Künftig muss jedes Land jeweils eine Frau und einen Mann nominieren. Das kann zu mehr Fairness beitragen“, betont Vana.

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Mag. Dominik Krejsa, MA
Pressesprecher Dr. Monika Vana, MEP
Grüner Klub im Parlament
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