EU muss entschlossener vorgehen im Kampf gegen Gewalt an Frauen

Wien/Brüssel (OTS) Zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen setzen die Grünen im Europaparlament mit der Kampagne “I stand up for women” und weiteren Aktionen starke Zeichen.

Monika Vana, Delegationsleiterin der Grünen im Europaparlament: “Wir diskutieren heute über fundamentale Aspekte unserer europäischen Werte und Menschenrechte. Die Tatsache, dass während einer Krise wie Covid19 viele Frauen- und LGBTIQ-Rechte wieder verstärkt unter Beschuss stehen, führt uns verstörend klar vor Augen, dass wir noch einen langen Weg zur Gleichstellung vor uns haben. Auch zeigt es uns, dass erkämpfte Rechte nie sicher sind, sondern immer weiter verteidigt werden müssen.”

Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem, von dem jede zweite Frau in der EU betroffen ist. Um es entschlossen zu bekämpfen, gilt es auf allen Ebenen parteiübergreifend zusammenzuarbeiten und von bekennenden Worten zu rechtsverbindlichen Taten zu schreiten: „Wir Grüne fordern seit Jahren eine Richtlinie zu Gender Based Violence, die EU weite Standards vorgibt und somit einen höheren Schutz von Frauen ermöglicht sowie mehr EU-Mittel für den Gewaltschutz, insbesondere die Stärkung des Daphne-Programms,“ so Vana. „Weiters appellieren wir an Kommissionspräsidentin von der Leyen, die Istanbul-Konvention endlich zu ratifizieren und Gender Based Violence in die Liste der EU Crimes aufzunehmen.”

Das Europaparlament debattiert heute auch das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in Polen sowie die neue LGBTIQ-Strategie der Kommission.

„Auch das de facto Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in Polen ist Gewalt an Frauen und ein Eingriff in das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Hier schaut das Europaparlament nicht weg und wird heute über eine starke Resolution abstimmen“, so Monika Vana weiter.

Zur kürzlich vorgestellten LGBTIQ-Strategie der EU-Kommission, fordert Vana: “Nach diesem ersten Schritt, braucht es EU-weite Gesetzgebungen zum Schutz von LGBTIQ Personen. Die grenzübergreifende Anerkennung von Regenbogenfamilien, ein Durchgreifen gegen Hassverbrechen und Equality Mainstreaming müssen nun durchgesetzt werden.”

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monika.vana@europarl.europa.eu
Büro Dr.in Monika Vana, MEP
Abgeordnete zum Europäischen Parlament
Delegationsleiterin der österreichischen Grünen
Grüne/EFA

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