WKÖ-Branchensprecher Klacska verweist darauf, dass die Wirtschaft ihren Masterplan bereits vorgelegt hat und „endlich in die Umsetzung“ kommen will

Wien (OTS) „Die Verkehrswirtschaft ist selbstverständlich bereit, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wir freuen uns, in den angebotenen Dialog mit Frau Bundesministerin Leonore Gewesseler zu treten und gemeinsam konkrete Maßnahmen für die einzelnen Sektoren wie Güterverkehr, Personenverkehr oder den Infrastrukturbereich zu entwickeln. Wir können wertvollen Input liefern, wie die Transformation hin zu klimaneutraler Mobilität in der betrieblichen Praxis funktionieren kann“, sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Er begrüßt daher, dass das Ministerium heute seinen lange erwarteten Mobilitätsmasterplan präsentiert hat und verweist gleichzeitig auf den Masterplan der Verkehrswirtschaft, den es bereits seit dem Vorjahr gibt: „Dort finden sich schon sehr viele Ideen, die wir gemeinsam mit dem Ministerium diskutieren möchten“, sagt Klacska. Die von der Bundesministerin skizzierten, äußerst ehrgeizigen Ziele sind nur bei guter Zusammenarbeit zwischen Regierung und Wirtschaft erreichbar. Optimale Rahmenbedingungen für Unternehmen sind Voraussetzung.

Wichtig sei jedenfalls, „endlich in die Umsetzung zu kommen“. Denn um die Klimaziele zu erreichen, sind so rasch wie möglich enorme Investitionen nötig. „Wir müssen auch in Zukunft den Energiehunger stillen können. Nur für den Verkehrssektor allein bedeutet der Ausstieg aus fossilen Kraftstoffen einen enormen Strombedarf. Daher brauche es einen raschen Ausbau der Kapazitäten, wofür auch Genehmigungsverfahren zu beschleunigen sind.

Außerdem fordert Klacska, neben der E-Mobilität auch andere Zukunftstechnologien zu fördern. „Wir werden die Transformation nur schaffen, wenn wir alle alternativen Antriebe und Kraftstoffe nutzen. Daher brauchen wir Technologie-Diversität und müssen unter anderem Wasserstoff und eFuels forcieren“, sagt der Bundesspartenobmann. Dazu gelte es, eine entsprechende Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen und Brennstoffzellen-LKW möglichst rasch in den Markt zu bringen. Zusätzlich braucht es Übergangstechnologien wie verflüssigtes Erdgas, also LNG/CNG für schwere Lkw und Busse. „Solange bis zum Beispiel Wasserstoff für den Schwerverkehr verfügbar und marktreif ist, müssen wir auch Übergangstechnologien zulassen und fördern“, sagt Klacska, der hier aus diesem Grund Entlastungen bei der Lkw-Maut fordert.

Sämtliche Verkehrsträger müssen effizient genutzt und deren Infrastruktur ausgebaut werden, nur so können Verlagerung und Multimodalität funktionieren. „Wir begrüßen die von ÖBB-CEO Andreas Matthä vorgestellten Pläne für den Ausbau der Schiene. Es muss jedenfalls sichergestellt werden, dass ausreichend Kapazitäten auch für den Güterverkehr vorhanden sind“, führt Klacska aus. „Außerdem müssen Betriebshemmnisse wie zB bei Grenzübertritten und noch bestehende bürokratische Hürden schnellstmöglich abgebaut werden.“

Skeptisch ist der oberste Vertreter der Verkehrswirtschaft, was das vor zwei Tagen von der EU vorgestellte Ziel der CO2-Freiheit für neue Pkw und Nutzfahrzeuge ab 2035 betrifft, das Frau Bundesministerin Gewessler sogar noch auf 2030 vorziehen will. „Es ist schön und gut, wenn wir uns dieses hehre Ziel setzen. Aber erstens müssen die alternativen Technologien erst einmal zu wettbewerbsfähigen Bedingungen zur Verfügung stehen und zweitens brauchen die Betriebe Anreize und Planungssicherheit für ihre Investitionen. Nur so kann ein rechtzeitiger Umstieg gelingen“, sagt Klacska. (PWK367/DFS)

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