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Niederösterreichs Jägerschaft um ein gutes Miteinander zwischen Wildtieren und Freizeitnutzern bemüht.

Wien (OTS) Niederösterreichs Jägerschaft rückte am Samstag, 6. März 2021, zu einem ungewöhnlichen Einsatz aus: Anstelle eines Reviergangs verteilten die Jägerinnen und Jäger Informationsfolder und sensibilisierten die Freizeitnutzer für mehr Rücksichtnahme auf die heimischen Wildtiere. Denn das kann für das Wild überlebenswichtig sein. Dafür hat der NÖ Jagdverband sechs Verhaltensregeln ausgearbeitet, die den Ausflüglern einen respektvollen und verantwortungsbewussten Naturgenuss ermöglichen. Mit dieser Auftaktaktion zu einer großen Infokampagne will die Jägerschaft das Bewusstsein und das Verständnis für die Bedürfnisse der Wildtiere erhöhen, denn der regelrechte Sturm auf die Reviere hat oft folgenschwere Konsequenzen.

“Uns als Jägerinnen und Jäger ist es wichtig, über die Folgen der Beunruhigung des Wildes zu informieren. Wir wollen das Bewusstsein schärfen, erklären und für Fragen zur Verfügung stehen. Denn wenn wir uns in der Natur bewegen, sind wir im Wohnzimmer von Hase, Reh, Hirsch und vielen anderen wildlebenden Tieren. Hält man sich an ein paar wenige Regeln, steht einem ausgiebigen Spaziergang, einer Schneeschuhwanderung oder einer Radtour aber überhaupt nichts im Wege”, so Niederösterreichs Landesjägermeister, Josef Pröll, der auf der Hochramalpe selbst Informationsfolder verteilte. “Der heutige Tag hat gezeigt, dass es eine hohe Bereitschaft seitens der Bevölkerung gibt, unsere Wildtiere und ihren Lebensraum zu schützen. Da die Wildtiere in der Regel scheu und unsichtbar sind, fehlt aber oft das nötige Bewusstsein. Daher haben wir heute den Scheinwerfer auf die Bedürfnisse unserer Wildtiere gerichtet.”

Sechs Verhaltensregeln für einen respektvollen Naturgenuss

So ist zwar vieles gesetzlich erlaubt, aber nicht alles im Interesse der Wildtiere. Deshalb hat der NÖ Jagdverband die wichtigsten sechs Verhaltensregeln kurz und bündig für die Freizeitnutzer zusammengestellt:

  1. Bleibe bitte immer auf (Forst-)Straßen oder markierten Routen und Steigen.
  2. Nimm Deinen Hund an die Leine.
  3. Halte Dich untertags und nicht in der Nacht in der freien Natur auf und verhalte Dich ruhig.
  4. Bitte fliege möglichst selten mit Drohne oder Paragleiter und halte ausreichend Abstand.
  5. Bitte beachte das Betretungsverbot von Fütterungsbereichen.
  6. Nimm bitte Deinen Müll wieder mit nach Hause.

Wildtiere benötigen zum Überleben drei Dinge: Ruhe, Äsung und Deckung

Die Beunruhigung durch Menschen veranlasst die Wildtiere, oft kilometerweit zu flüchten, bevor sie sich wieder sicher fühlen. Diese Kraftanstrengung verschlingt enorme Energiereserven, die den Wildtieren fehlen, um zu überleben – vor allem im Winter. Erst im Frühjahr wird das Leid sichtbar: verhungerte und kranke Wildtiere, schwacher oder gar kein Nachwuchs. Aber auch im Frühjahr, im Sommer und insbesondere während Hitzeperioden muss Rücksicht genommen werden. Bei einem Spaziergang quer durch Wiesen, Felder und Wälder können Elterntiere von ihrem Nachwuchs vertrieben und Jungtiere enormen Stress ausgesetzt werden.

Fotos (Copyright: Georges Schneider): Niederösterreichs Jägerinnen und Jäger machen auf die Bedürfnisse der Wildtiere aufmerksam. Landesjägermeister Josef Pröll verteilt auf der Hochramalpe Informationsmaterial an Ausflügler. Die Bilder können auf der Seite des NÖ Jagdverbands heruntergeladen werden (am Ende der Seite).

Über den NÖ Jagdverband

Der NÖ Jagdverband ist die Interessenvertretung der rund 35.400 Jägerinnen und Jäger in Niederösterreich. Im Interesse seiner Mitglieder setzt sich der NÖ Jagdverband für gute Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Jagdwesen auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene ein. Im Interesse des heimischen Wildes kümmert er sich um den Erhalt und die Verbesserung von Lebensräumen, um so für einen artenreichen und gesunden Wildbestand in Niederösterreich zu sorgen, der im Einklang mit der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung des Landes steht.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des NÖ Jagdverbandes
Kapp Hebein Partner
Mobil: +43 660 5068 451
Mail: jagd@khpartner.at

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Quelle

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