Die anstehende Novelle des Tierschutzgesetzes muss ein Verbot des Vollspaltenbodens umfassen, fordern die Tierschützer:innen vor dem Bundeskanzleramt am Wiener Ballhausplatz

Wien (OTS) Aktuell hat der VGT wieder eine Schweinefabrik mit Vollspaltenboden in Niederösterreich aufgedeckt und als „der ganz normale Wahnsinn“ tituliert. Von allen Problemen im Tierschutz ist diese Haltungsform die augenfälligste Tierquälerei. Die 416.000 Menschen, die das Tierschutzvolksbegehren unterschrieben haben, fordern ebenfalls im Punkt 1.1 des Forderungskatalogs ein Verbot des Vollspaltenbodens und eine verpflichtende Stroheinstreu. Da in naher Zukunft eine Novelle des Tierschutzgesetzes ansteht, muss das berücksichtigt werden, meinten die Tierschützer:innen, die heute vor dem Ministerrat die Bundesregierung an ihre Verantwortung Schweinen gegenüber erinnert haben. Mit dabei war das „Grunzi“, ein Schweinemobil mit 5 Meter großem Schweineanhänger. Unübersehbar prangte auf einem Transparent der Schriftzug „Stroh statt Beton“. Wird Landwirtschaftsministerin Köstinger auf die große Mehrheit der Menschen hören, oder doch lieber der Tierindustrie die Profite sichern?

VGT-Obmann Martin Balluch erinnert daran, dass Köstinger noch immer die Haltung von Schweinen auf Vollspaltenboden mit Steuergeldern fördert: „Eine riesengroße Mehrheit in der Bevölkerung von 96 %, wie eine Gallup-Umfrage letztes Jahr ergeben hat, will, dass Schweine auf Stroh leben können. Und trotzdem fördert die Landwirtschaftsministerin allen Ernstes die strohlose Haltung von Schweinen auf Betonspaltenboden mit dem Geld dieser Menschen! Wie lange kann sie weiterhin den Wunsch der Bürger:innen ins Gegenteil verkehren und sie zwingen, gegen ihre innere Einstellung zu handeln? Das Maß ist voll, Frau Ministerin, wir haben jetzt lange genug gewartet und uns auf der Nase herumtanzen lassen. In der anstehenden Novelle zum Tierschutzgesetz muss ein Verbot des Vollspaltenbodens stehen! Alles andere ist indiskutabel!“

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