Telefonieren und gleichzeitig ausbeuterische Kinderarbeit bekämpfen: möglich ist das durch eine Kooperation zwischen Kindernothilfe Österreich und goood mobile.

Wien (OTS/www.kindernothilfe.at) 152 Millionen Kinder weltweit sind Kinderarbeiter, schätzt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), 73 Millionen davon unter schweren, ausbeuterischen Bedingungen, z.B. in Bergwerken, auf Kakaoplantagen, Baumwollfeldern oder in Fabriken. Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni fordert die Kindernothilfe Österreich daher eine intensive Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit. Durch eine Kooperation mit dem jungen Mobilfunkunternehmen goood ist es möglich, über den Telefontarif monatlich Kinderarbeiter in Bolivien zu unterstützen und ihnen zu einer Schulbildung zu verhelfen. Damit setzt die Kindernothilfe mit Bildungsmaßnahmen für arbeitende Kinder und Aufklärungsarbeit in den Gemeinden ein deutliches Zeichen gegen die Ausbeutung Minderjähriger.

Minenarbeiter in Bolivien

Es ist die Armut, die Kinder in schwere, ausbeuterische Arbeit zwingt. Das Einkommen der Kinder wird für das tägliche Überleben der Familien benötigt. Für die Unternehmen sind Kinder als Arbeitskräfte billiger als Erwachsene – und stellen weniger Forderungen. So auch in den Minen und rund um die Bergwerke im Hochland Boliviens, wo vor allem Jugendliche für einen Hungerlohn arbeiten, nachdem sie früh sie Schule abgebrochen haben. Zu den gesundheitlichen Schäden und seelischen Verletzungen kommt somit der fehlende Schulbesuch. Ohne Ausbildung ist es den arbeitenden Kindern unmöglich, der bitteren Armut zu entkommen.

Gemeinsam mit dem lokalen Projektpartner PASOCAP fördert die Kindernothilfe hier 300 Mädchen und Buben direkt an den Minen in Potosí, im Hochland Boliviens, bereitet sie auf einen Schulbesuch vor oder vermittelt sie an berufliche Ausbildungsstätten. Sie erhalten in einem eigenen Förderzentrum Nachhilfeunterricht, holen versäumten Schulstoff nach, können Sport treiben und werden auch musikalisch und künstlerisch gefördert. Über die Schulen erreicht das Projekt weitere 500 Kinder, die aufgrund ihrer arbeitenden Tätigkeiten Förderbedarf haben und sonst die Schule nicht abschließen könnten. Zusätzlich werden die Eltern durch Mikrokredite und Berufsausbildungen unterstützt, um ein höheres Familieneinkommen zu erreichen.

goood mobile

Seit Ende 2017 ist das junge Mobilfunkunternehmen goood auf dem österreichischen Markt vertreten, seit Februar gehört auch die Kindernothilfe Österreich zu den goood-Partnern. Das Konzept ist einfach: Zehn Prozent des monatlichen Telefontarifes werden automatisch an gemeinnützige Organisationen gespendet. Telefoniert wird dabei über das Netz von A1, dem Marktführer in Österreich. Die Kunden entscheiden bei Auswahl einer der beiden Tarifoptionen (15 oder 25 Euro monatlich) selbst, welcher Einrichtung ihre Spende zugutekommt. Über die Kindernothilfe Österreich kann Bergarbeiterkindern im Hochland Boliviens eine Schulbildung ermöglicht werden.

Rückfragen & Kontakt:

Kindernothilfe Österreich
Julia Drazdil-Eder, Kommunikation
Tel.: 01/513 93 30-60
julia.drazdil-eder@kindernothilfe.at
www.kindernothilfe.at

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