Wien (OTS) Die Umweltorganisation VIRUS stellt klar, dass die Voraussetzungen für einen Baustart des Lobautunnels fehlen. Verfahrensexperte Wolfgang Rehm “Eine Bauanzeige kann nur für den Nordteil der “S1 Schwechat-Süßenbrunn” erfolgen, der Lobautunnel selbst lieg im Südteil und fehlen noch alle Materiengenehmigungen, beim Wasserrecht gibt es nicht einmal erstinstanzliche Entscheidungen.”

Anderslautende Behauptungen würden nur die Uninformiertheit der betreffenden Personen – aktuell der ÖVP Wien – belegen. “Nicht zum ersten Mal ist hier, jeder Geographie Hohn sprechend, ohne viel Federlesens das 8,5 Kilometer lange Tunnelbauvorhaben unter Donau und Lobau mitten in das Marchfeld verlegt worden, wo tatsächlich nur zwei Wannenbauwerke vorgesehen sind. Von den sechs beantragten Materiengenehmigungen für den Tunnelabschnitt ist bisher keine einzige Entscheidung rechtskräftig”, stellt Rehm klar. Eine Bauanzeige sei ein Formalakt, den die Wasserrechtsbescheide für den Nordabschnitt vorsehen. Wie die zuständige Ministerin mitgeteilt habe, würde dieser die laufende Evaluierung des gesamten Bundesstraßenbauprogramms nicht vorwegnehmen. Auch für den Nordabschnitt gebe es laut VIRUS noch keine Rechtssicherheit. “Die Sinnhaftigkeit, hier mit der Errichtung eines Torsos vorzupreschen, ist ebenso zu hinterfragen wie jene des aus der Alt-Betonzeit stammenden klimaschädlichen und keine Verkehrsentlastung bringenden Lobauautobahnprojektes insgesamt”, so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at



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