Frauen in Wien erhalten um 640 EURO (31,7 Prozent) weniger Pension als Männer

Wien (OTS) „Der Wiener ,Equal Pension Day‘ zeigt: Altersarmut betrifft vor allem Frauen. Das ist alarmierend. Die Einkommensschere setzt sich im Alter weiter fort“, so Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal zum Wiener Equal Pension Day am 6. September 2021.

„Frauen leisten nach wie vor einen Großteil der unbezahlten Arbeit. Das wirkt sich auf das Einkommen und auf die Pension aus. Die Corona-Krise hat deutlich gezeigt, dass die Mehrfachbelastung durch Home Office und Home Schooling Frauen stärker trifft als Männer. Viele Frauen arbeiten in systemerhaltenden Berufen. Sie halten die Gesellschaft am Laufen. Hier braucht es eine Aufwertung“, so Gaal.

Gaal: „Unser Ziel ist es, die Lohnschere und die Pensionslücke zu schließen!“

„Unser klares Ziel ist es, die Lohnschere und die Lücke zwischen der Pension von Männern und Frauen zu schließen. Das Ziel ist: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“, so Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal.

Der Equal Pension Day markiert jährlich den Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bezogen haben wie Frauen erst bis zum Jahresende erhalten haben werden.

Im Jahr 2021 fällt der Wiener Equal Pension Day auf den 6. September. Das heißt: Vergleicht man die Pension von Männern und Frauen wienweit, erhalten Frauen ab diesem Tag im Durchschnitt „keine Pension mehr“ bis zum Jahresende.

In Wien sind die Pensionen von Frauen höher als im Rest Österreichs

In Wien bekommen Frauen im Durchschnitt um 31,7 Prozent niedrigere Pensionsbezüge als Männer. Frauen in Wien beziehen damit österreichweit die höchste Pension – mit durchschnittlich 1.378,41 Euro pro Monat. Wiener beziehen im Durchschnitt 2.018,66 Euro pro Monat. Damit erhalten Frauen in Wien gerundet im Durchschnitt um 640 Euro pro Monat weniger als Männer.

In Wien findet am 6. September der späteste Equal Pension Day Österreichs statt. Hier ist die Differenz mit 31,7 Prozent am geringsten.

Frauen beziehen eine wesentlich niedrigere Pension als Männer

Gründe für die ungleiche Pension sind u.a. das niedrigere Einkommen von Frauen, Erwerbsunterbrechungen, Karenzzeiten, Teilzeitarbeit und die Pflege von Angehörigen.

Je höher das monatliche Erwerbseinkommen ist und umso mehr Beitragsmonate geleistet werden, umso höher ist auch die spätere Pension. Während ihrer Erwerbstätigkeit verdienen Frauen jedoch weniger als Männer und zahlen daher niedrigere Beiträge in die Pensionskasse ein.

Frauen leisten zudem mehr unbezahlte Arbeit, wodurch die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie schwieriger wird. Das ist einer der Gründe, warum viele Frauen in Teilzeit arbeiten – allerdings verringert jedes Jahr in Teilzeit- statt Vollzeit-Beschäftigung die spätere Pensionshöhe.

Unterschiede zwischen den Bundesländern

Frauen in Österreich erhalten im Durchschnitt um 41,6 Prozent weniger Pension als Männer. Im österreichweiten Schnitt bekommen Frauen damit um ganze 851 Euro weniger Pension pro Monat als Männer.
Wien ist das einzige Bundesland, das den heurigen Equal Pension Day im September begeht.

In Wien liegt der Pensionsunterschied zwischen Frauen und Männern bei 31,7 Prozent. Jene, die über ein geringes Einkommen verfügen, bekommen finanzielle Ermäßigungen, Beihilfen und Unterstützungen.

Alle Alterspensionen

Wien

Alle Alterspensionen: 22.655

Männer: 28.261

Frauen: 19.298

Differenz in Prozent/”Pension Gap”: 31,72

Pension Gap in Tagen (= Minus): 116

Wiener Equal Pension Day 2021: 6.9.

Berechnung: MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien

Verbesserung Equal Pension Day in Tagen 2015 – 2020

2015/2021

Wien: 16 Tage – 21.08./06.09.

Burgenland: 11 Tage – 15.07./26.07.

Niederösterreich: 8 Tage – 21.07./29.07.

Österreich: 6 Tage – 26.07./01.08.

Salzburg: 5 Tage – 25.07./30.07.

Vorarlberg: 5 Tage – 03.07./08.07.

Oberösterreich: 6 Tage – 07.07./13.07.

Steiermark: 4 Tage – 21.07./25.07.

Kärnten: 3 Tage – 02.08./05.08.

Tirol: 2 Tag – 19.07./21.07.


Informationskampagne

Das Frauenservice Wien informiert anlässlich des Equal Pension Days auf frauen.wien.at.

Die Illustration „Gleich viel Arbeit, aber weniger Marie!?“ gestaltet von der Künstlerin Silke Müller zeigt, wie unterschiedliche Frauen aller Altersgruppen von Einkommens- und Pensionsungleichheit betroffen sind. Die Postkarte mit der Illustration informiert über den Equal Pension Day und den Equal Pay Day (zu finden auf frauen.wien.at)

Der Österreichische Städtebund informiert mit Flyern und einem Video über den Equal Pension Day unter: https://www.staedtebund.gv.at/themen/frauen/equal-pension-day/ Schluss

Rückfragen & Kontakt:

Gerda Mackerle
Mediensprecherin
Vizebürgermeisterin Kathrin Gaal
Tel.: 0676/8118 81983
E-Mail: gerda.mackerle@wien.gv.at

[ad_2]

Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.