Hauptversammlung des Verbandes österreichischer Volkshochschulen (VÖV)

Wien (OTS) Anlässlich der 34. Hauptversammlung des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen am 2.5.2022 in der VHS Wiener Urania würdigte VÖV-Präsident Dr. Heinz Fischer die Aktivitäten der Volkshochschulen: „Volkshochschulen tragen durch ihre Bildungsarbeit viel dazu bei, dass die Spaltung der Gesellschaft – befördert durch „Fake News“ – aktiv bekämpft wird. Ebenso zeigen aktuelle Studien, wie die Volkshochschulen als regionale Bildungspartnerinnen positiv auf unser Zusammenleben wirken.“ VÖV-Präsident Fischer würdigte darüber hinaus die Arbeit des scheidenden VÖV-Generalsekretärs Dr. Gerhard Bisovsky und wünschte dessen Nachfolger Dr. John Evers alles Gute.

Bürgermeister Michael Ludwig: Volkshochschulen arbeiten für sozialen Zusammenhalt

Ebenso stieß der Wiener Bürgermeister und langjährige Vorsitzende des VÖV, Dr. Michael Ludwig, zur diesjährigen Hauptversammlung: „Es ist mir ein Anliegen, Generalsekretär Dr. Gerhard Bisovsky persönlich für seine Arbeit zu danken und in den Ruhestand zu verabschieden. In unsere gemeinsame Arbeitsperiode fielen unter anderem der VÖV-Vorsitz für die Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ), die Verhandlungen mit dem Bildungsministerium über den finanziellen Rahmen für die Arbeit des VÖV, die Umsetzung der „Initiative Erwachsenenbildung“ sowie zahlreiche demokratiepolitisch wichtige Initiativen. Ich teile mit Dr. Bisovsky die Überzeugung, dass neben berufsbezogener Bildung auch der soziale Zusammenhalt und eine inklusive Gesellschaft zentrale bildungspolitische Herausforderungen sind, für die es spezifische Angebote zu schaffen beziehungsweise weiterzuentwickeln gilt. Die 256 Volkshochschulen in Österreich sind ein Garant für genau diese Bildungsarbeit.“

Der Vorstandsvorsitzende des VÖV, Dr. Gerwin Müller schloss sich den Ausführungen des Wiener Bürgermeisters an und hob ebenfalls das Wirken von Dr. Bisovsky hervor: „Vor allem demokratiepolitische Projekte hat Gerhard Bisovsky als Generalsekretär forciert. Er fuhr mit Berufschülern*innen nach Brüssel, um ihnen die EU näher zu bringen oder entwickelte mit dem Demokratie-MOOC ein Ausbildungstool für Erwachsenenbildner*innen.“ Die Vorsitzende des pädagogischen Ausschusses des VÖV, Mag.a Beate Gfrerer wies auf die Innovationskraft der Volkshochschulen während der letzten Jahre hin: „Die Volkshochschulen waren sehr rasch in der Umstellung auf digitale Formate. Ebenso haben wir erfolgreich einen Schwerpunkt zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung gesetzt.“ Finanzreferent Mag. Günter Kotrba forderte demgegenüber nachdrücklich eine Erhöhung der Bundesfinanzierung im Rahmen der neuen Leistungsvereinbarung mit dem Bildungsministerium. Das sei unbedingt notwendig, um die Arbeit des VÖV auch in Zukunft zu sichern.

Herbert Schweiger, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen, bedankte sich bei Dr. Bisovsky für die gute Zusammenarbeit und gratulierte seinem Nachfolger Dr. John Evers: „Dr. Bisovsky organisierte in herausragender Weise die kollegiale Kooperation mit den Landesverbänden und ist eine wichtige Stimme für die gesamte Erwachsenenbildung in Österreich. Gemeinsam haben wir in der Volkshochschularbeit aber gerade auch die letzten beiden schwierigen Jahre gemeistert. Die Volkshochschulen sind etwa heute ganz weit vorn, wenn es um das Thema Innovation und Digitalisierung geht. Vor allem aber haben wir auch in den vergangenen Monaten gemeinsam jene Angebote durchgehend ermöglicht, die sich an bildungsbenachteiligte Personen richten, also zum Beispiel Formate für VHS-Teilnehmende mit Basisbildungsbedarf. Es freut mich daher besonders, dass der neue Generalsekretär Dr. John Evers als ehemaliger Leiter dieses Bereichs an den Wiener Volkshochschulen hier eine besondere Expertise in seine neue Funktion einbringen kann. Dr. Gerhard Bisovsky ist und bleibt als Gründungsdirektor der Volkshochschule Meidling aber ebenfalls immer in spezieller Weise mit den Wiener Volkshochschulen verbunden.“

Scheidender VÖV-Generalsekretär Bisovsky: Erfolg der VHS-Arbeit liegt in der Vielfältigkeit

„Den Erfolg der Erwachsenenbildung an Volkshochschulen macht ihre Vielfältigkeit aus. Die VHS-Bildungsangebote richten sich an alle Menschen in ihren verschiedenen Lebenslagen und in unterschiedlichen Lebensphasen. Besondere Anliegen sind den Volkshochschulen Demokratiebildung, Bildung für den sozialen Zusammenhalt und Wissenschaftsvermittlung, die bereits seit Jahrzehnten umgesetzt werden. Denn die Volkshochschulen sind ein Kind der Aufklärung und eine Tochter der Demokratie,“ so Bisovsky.

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