STANDARD zeigt geringe Anzahl an BezieherInnen hoher Mindestsicherung auf.

Wien (OTS) Die Regierung hat ihre Pläne zur dramatischen Reduktion der Mindestsicherung mit einem zentralen Argument begründet: Es seien BezieherInnen von Leistungen aus der Mindestsicherung von Euro 3000 und mehr, die sie zum Handeln veranlasse. Der Aufschrei der Volkshilfe und anderer NGOs im Namen der Betroffenen, dass diese unsozialen Pläne in erster Linie Kindern massiv schaden würde, blieb bisher ungehört.

Jetzt hat der STANDARD in den Bundesländern recherchiert und kommt auf rund 100 Familien mit entsprechend vielen Kindern, die eine solch hohe Leistung bekommen. In manchen Bundesländern gibt es keine einzige Bedarfsgemeinschaft, die diesen Wert erreicht.

„Das zentrale Argument der Bundesregierung ist damit zusammengebrochen. Die Kürzung der Mindestsicherung ist ein sozialpolitischer Fehler der zu einem dramatischen Anstieg von Kinderarmut führen wird. Für das dritte Kind und alle weiteren Kinder nur mehr 43 Euro zu erhalten, das bedeutet 1,50 pro Tag. Damit schädigt man Kinder für ihr ganzes Leben, das macht sie zu den armen Erwachsenen von morgen. Dieser herzlose Kahlschlag ist mit den Kosten der Mindestsicherung nicht zu begründen, daher arbeitet die Regierung mit Mythen. Das ist einfach unwürdig”, so der Direktor der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger.

Die Präsidentin der Volkshilfe Österreich Barbara Gross richtet einen Appell an die Bundesregierung: “Sie verursachen menschliches Leid in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß. Daher bitte ich im Namen der betroffenen Kinder und deren verzweifelten Eltern, suchen sie den Dialog mit Hilfsorganisationen und NGOs. Sie wissen über die Lebensumstände und deren Ängste und Nöte sehr genau Bescheid. Die Menschen brauchen eine Regelung, die sie nicht ins Elend stürzt sondern ihnen das Mindeste zum Überleben sichert”.

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