Einspruch der Konservativen scheiterte, Totalverbot als nächster Schritt

Brüssel (OTS) Das Europaparlament hat gestern den Einspruch der Konservativen gegen das Bleischrotverbot in Feuchtgebieten abgelehnt. Bleischrot ist nach wie vor die größte Emissionsquelle von Blei in die Umwelt. Jährlich verenden über eine Millionen Wasservögel qualvoll an Bleivergiftung, weil sie das Bleischrot für Samen oder kleine Steine halten und verzehren. Das Verbot kommt mit einer zweijährigen Übergangsfrist.

Thomas Waitz, EU-Abgeordneter der Grünen und Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei, sagt: “4000 Tonnen Blei werden jährlich durch Bleischroteinsatz während der Jagd in die Umwelt freigesetzt. Die Industrie hingegen hat ihre Bleiemissionnen deutlich reduziert auf ca. 500 Tonnen und Bleiprodukte wie Farben oder Benzin sind längst verboten. Der nächste Schritt ist ein Totalverbot von Bleischrot in Europa, denn es gibt sinnvolle und ungiftive Alternativen aus Stahl, die Tier und Umwelt nicht gefährden. 20 Jahre hat es gedauert, bis der Schutz von Wasservögeln nun endlich in ganz Europa umgesetzt werden kann. Stellen wir sicher, dass es bis zum Totalverbot keine weiteren 20 Jahre dauert.“

In Österreich ist das Schießen mit Bleimunition auf alle Wassertierarten schon seit 2012 verboten. Das europäische Verbot ändert also nichts an der nationalen Gesetzgebung.

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Inge Chen
Pressesprecherin Thomas Waitz
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