Am 29. April um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Die Statistik zeigt: Jährlich werden in Österreich ein bis zwei Babys nach der Geburt ausgesetzt – manches Mal sogar wie Abfall in die Mülltonne geworfen. Nicht selten enden diese Aktionen mit dem Tod der Kinder. Ob das bewusst oder unbewusst in Kauf genommen wird, lässt sich nur klären, wenn man die Mutter ausfindig machen kann. Häufig ist das aber nicht der Fall. Vieles rund um die Geburt dieser Findelkinder bleibt für immer im Dunkeln. „Findelkinder sind Suchende, die viele Fantasien haben, und nur die Wahrheit kann ihnen wirklich helfen“, erklärt die leitende Sozialarbeiterin der Stadt Wien, Anna Putz, die im Laufe der Jahre für viele Findelkinder neue Familien gesucht hat. „Wo komme ich her, wer ist meine Mama, wer mein Papa? Warum wurde ich weggelegt? Diese Fragen können quälend sein und begleiten die Kinder oft ein Leben lang“, meint die Sozialarbeiterin weiter.

„Am Schauplatz“-Reporterin Gudrun Kampelmüller hat schon 1999 über die Geschichte eines Findelkindes an einer Salzburger Autobahnraststation berichtet. Jetzt, 22 Jahre danach, trifft sie den jungen Mann für die Reportage „Weggelegt“ wieder. Dominik erzählt ihr am Donnerstag, dem 29. April 2021, um 21.05 Uhr in ORF 2 seine Sicht der Dinge und von seinem großen Wunsch, dass sich seine leibliche Mama bei ihm meldet.

„Wo komm ich her, wo sind meine Wurzeln? Diese Fragen habe ich mir nie gestellt“, erzählt Peter W. Auch er wurde „weggelegt“ – seine leibliche Mutter, eine Bosnierin, hatte ihn vor 30 Jahren in einem Wiener Spital nach der Geburt einfach zurückgelassen. „Ich war immer glücklich, dort wo ich gerade war“, meint das ehemalige Findelkind, das froh ist, dass ihm das Schicksal so eine gute Familie geschenkt hat.

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