„Wir brauchen eine anonyme Abbruch-Statistik und endlich Sachlichkeit statt Inszenierung”, betont Dr. Gertraude Steindl, Vize-Präsidentin von aktion leben österreich.

Wien (OTS) Gertraude Steindl, Vize-Präsidentin von aktion leben erinnert an die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ des unabhängigen Vereins, die in naher Zukunft wieder im parlamentarischen Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen behandelt werden soll. Darin fordert aktion leben eine anonyme Schwangerschaftsabbruch-Statistik sowie, davon unabhängig, die regelmäßige Erforschung der Motive für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch. „Ich erwarte Sachlichkeit, die dem Thema angemessen ist. Ein Schwangerschaftskonflikt ist für viele Frauen eine der schwersten Krisen ihres Lebens. Es kann doch nicht sein, dass es niemanden interessiert, wie viele Frauen in welchen Situationen betroffen sind.”

Appell an Vernunft und für mehr Empathie

„Gerade an Corona sehen wir, wie entscheidend verlässliche Daten sind, um die richtigen Schritte zu setzen. Wir verfügen über keine nachvollziehbaren, seriös erhobenen Zahlen zu Schwangerschaftsabbrüchen in Österreich. Das ist fahrlässig“, betont Vize-Präsidentin Steindl. „Wir verstehen nicht, wie man gegen eine anonyme Statistik sein kann, wenn darauf aufbauend sinnvolle Präventionsmaßnahmen entwickelt werden können. Zahlen zu verweigern, ist gegen die Vernunft. Wir vermissen aber auch Empathie für Frauen. Wir können mehr für sie tun und besser helfen, wenn wir Daten haben“, führt Steindl weiter aus.

Sachlichkeit und Kenntnis statt Inszenierung

„Manche Politikerinnen und Politiker und sogenannte Experten setzen bewusst falsche Behauptungen gegen eine anonyme Statistik in Umlauf, um sich selbst zu inszenieren. „In Deutschland, in der Schweiz, in den meisten Ländern gibt es Abbruch-Statistiken, die sich durch die daraus abgeleiteten Maßnahmen ausschließlich positiv auf Frauenleben auswirken“, führt Steindl weiter aus. „Es ist absolut unverantwortlich, wie manche Politikerinnen und Politiker eine profunde Auseinandersetzung mit unserem Anliegen verweigern.“ Nirgendwo muss sich eine Frau für einen Abbruch rechtfertigen, wenn es eine Statistik gibt. Auch die Fristenregelung ist nicht in Gefahr.

Solide Datengrundlage unerlässlich

„Eine Statistik ist ein Instrument, eine Situation besser einschätzen und um Entwicklungen erkennen zu können. Gerade bei sensiblen Themen wie dem Schwangerschaftsabbrüch ist eine solide Datengrundlage unerlässlich. Wir bedanken uns ausdrücklich bei dem Familien- und Frauenministerium für ihre Zustimmung zur Einführung einer anonymen Abbruch-Statistik“, schließt Steindl.

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