EU-Kommission will ab März Flüchtlinge nach Griechenland zurückschicken

Wien (OTS/SK) „Die Ankündigung Flüchtlinge wieder nach Griechenland zurück zu schicken ist kontraproduktiv. Asylpolitik ist eine gesamteuropäische Aufgabe, und betrifft ganz Europa – nicht nur Staaten wie Griechenland und Italien. Alle Länder haben etwas dazu beizutragen“, sagt Josef Weidenholzer, Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres im EU-Parlament.****

Es brauche endlich eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik der EU basierend auf mehr Solidarität, betont der Vizepräsident der sozialdemokratischen Fraktion im Parlament. „Die Situation der Flüchtlinge in den griechischen Camps ist schlicht unmenschlich und lässt eine Rückkehr zu Dublin nicht zu. Flüchtlinge harren dort in Zeltlagern aus und warten auf ihre Umverteilung, ohne Stromversorgung und ohne Heizung“, so Weidenholzer, der vor einigen Wochen Flüchtlingscamps in Griechenland besucht hat.

Weidenholzer fordert dringend eine Taskforce zur Umverteilung innerhalb der EU-Kommission. „Wir brauchen eine Task Force, die sich speziell der Umverteilung widmet und den Prozess beschleunigt, indem Informationen über Hintergründe, Logistik oder ungeklärte Fälle schneller ausgetauscht werden. Die Umverteilung muss viel schneller funktionieren. Daran wird der Erfolg von Europa gemessen”, fordert der SPÖ-EU-Abgeordnete. (Schluss) up

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