Wien (OTS) Nachdem die Experten-Berichte von PwC, Freshfields Bruckhaus Deringer und ITHUBA Capital wie vereinbart letzten Donnerstag an die ÖBFA übermittelt wurden, wurden heute einzelne Passagen daraus medial transportiert. „Wir haben die Berichte in Auftrag gegeben, um Transparenz zu schaffen und die Vorgänge genau zu beleuchten – das ist unser oberstes Anliegen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Wien Energie und stellvertretende Generaldirektor der Wiener Stadtwerke, Peter Weinelt.

„Die wesentlichen Ergebnisse unserer Untersuchung zeigen auf, dass die abgeschlossenen Börsetermingeschäfte von Wien Energie als Absicherungsgeschäfte der Verträge für Endkunden dienen. Im Vordergrund dieser Geschäfte stehen vereinbarte Kundentarife und das operative Geschäft – oder anders gesagt: der Versorgungsauftrag der Wien Energie. Wir sind zur Erkenntnis gekommen, dass diese Vorgehensweise für Wien Energie alternativlos war“, so Michael Sponring (PwC). Und weiter: „Mit dem Liquiditätsrisiko hat Wien Energie das geringste Risiko genommen und keine realen Verluste eingefahren.“ Die Marginzahlungen fließen zurück, wenn Wien Energie seine Termingeschäfte erfüllt.

„Der Ausschlag vom 26.8.2022 war aus Sicht eines umsichtigen Kaufmannes in dieser Extremität nicht vorhersehbar“, so Friedrich Jergitsch von Freshfields. Und weiter: „Es konnte auch nicht festgestellt werden, dass ein früheres Erkennen der möglichen Existenzbedrohung es Wien Energie ermöglicht hätte, eine Involvierung des Bundes zu vermeiden. Unserer Einschätzung nach war die Risikopolitik von Wien Energie in einer Gesamtbetrachtung ex ante vertretbar.“

Auch ein rundum perfektes Risikomanagementsystem hätte die Ereignisse des „Black Friday“ nicht vorhersehen und die Auswirkungen nicht verhindern können, wie die Berichte ebenfalls festhalten. „Es liegt allgemein im Wesen solcher Berichte, dass man aus den gewonnenen Daten und Erkenntnissen Empfehlungen pro futuro ableiten kann und dass das bei allen Unternehmen zutrifft, auch bei denen, die vorbildlich agieren“, so Jergitsch.

Schließlich ist bis dato noch kein einziger Euro von der ÖBFA an Wien Energie geflossen.

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