Am 21. Juli ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Bergsport liegt im Trend. Die Hochalpen gehören zu den beeindruckendsten Landschaften Europas und gleichzeitig zu den fragilsten – gefährdet durch Klimawandel, Abwanderung und Tourismus. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 21. Juli 2021, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Hochalpen – neue Wege in den Bergen“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Glücksprinzip – Reise durch Bhutan“.

WELTjournal: „Hochalpen – neue Wege in den Bergen“

Im Berg- und Tourismusland Südtirol dürfen schon längst keine neuen Berg- und Schutzhütten mehr errichtet werden, dafür werden bestehende Hütten umfassend erneuert. Die spektakulärste Renovierung läuft seit vergangenem Herbst auf 3.200 Metern am Becherhaus im italienischen Teil der Stubaier Alpen. Das höchstgelegene Südtiroler Schutzhaus wird mit einem Budget von 1,2 Millionen Euro zukunftsfit gemacht. „WELTjournal“-Reporterin Ines Pedoth hat das „Alpine Work Team“ von Peter Trenkwalder bei den Arbeiten am Berg in Schnee und Eis besucht und erfahren, dass man bei der herausfordernden Renovierung wegen stabilerer Wetterverhältnisse auf die Wintersaison setzt. Die neuen Hüttenwirte im Becherhaus, Edeltraud und Lukas Lantschner, verraten, warum sie lieber eine so abgelegene Location bewirtschaften als im Tal zu arbeiten. Die Brixner-Hütte auf 2.280 Metern hat Quereinsteiger mit Studienabschluss als neue Hüttenwirte, unter ihnen Magdalena Jöchler. Die Südtirolerin will im Winter weiterhin als TV-Regisseurin in Wien arbeiten und im Sommer auf der Alm. „Wenn es dieses Corona-Jahr nicht gegeben hätte, ich glaube nicht, dass ich die Schneid gehabt hätte, das zu machen“, sagt sie, „doch schon der erste Lockdown hat gezeigt, man muss die Chancen nutzen, wie sie kommen, man muss das Leben nehmen, wie es kommt. Man muss die Zeit nutzen und das machen, was einem Spaß macht, weil das Leben hat man nur einmal.“ Profi-Bergsteiger Hanspeter Eisendle und Extrem-Kletterer Simon Messner, Sohn von Bergsteiger-Legende Reinhold Messner, erzählen, was sie auf die höchsten Gipfel treibt, wie sie die Zukunft des Alpinismus sehen und wie sie den Klimawandel in den Bergen erleben. Simon Messner: „Die Klimaveränderung fällt durch immer extremere Wetterphänomene auf. Es gibt Winter, die sind so warm wie seit hundert Jahren nicht mehr, und dann wieder extrem schneereiche. In den Dolomiten gibt es mehr Felsstürze. Ganze Feiler brechen zusammen. Generell wird der Fels instabiler – und Bergsport gefährlicher.“

WELTjournal +: „Glücksprinzip – Reise durch Bhutan“

Das kleine Himalaya-Königreich Bhutan liegt auf über 2.000 Metern Höhe zwischen Indien und China und hat es vor allem mit seiner Glücks-Doktrin in die internationalen Schlagzeilen geschafft. Die Berechnung des sogenannten Bruttonational-Glücks ist Bhutans Versuch, dem üblichen Bruttonationalprodukt einen alternativen gesellschaftlichen Wert gegenüberzustellen, der Wohlstand ganzheitlich anstatt nur materiell erfassen soll. Kurz vor Ausbruch der Pandemie reiste ein Fernsehteam in das abgeschottete Land am Himalaya, um den Spagat zwischen Moderne und Tradition zu erkunden. Im Glücksministerium in der Hauptstadt Thimphu legt man Wert darauf, dass Umweltschutz, Recycling und Bio-Anbau ebenso zur Steigerung des Bruttonational-Glücks gehören wie die Pflege der eigenen uralten kulturellen Werte. Das Glücksprinzip ist in der Verfassung von 2008 verankert, mit der Bhutan zu einer demokratisch konstitutionellen Monarchie wurde. Von einer demokratischen, offenen Gesellschaft kann in dem äußerst konservativen buddhistisch geprägten Land aber noch keine Rede sein.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.