Am 12. Mai ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nimmt immer gefährlichere Ausmaße an. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Christa Hofmann – zeigt dazu am Mittwoch, dem 12. Mai 2021, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Palästina – Zorn und Ohnmacht“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Jung, weiblich, palästinensisch – Kampf um Selbstbestimmung“.

WELTjournal: „Palästina – Zorn und Ohnmacht“

Angesichts der neuen Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften im arabischen Ost-Jerusalem ist die Lage so angespannt wie schon lange nicht mehr. Zwangsräumungen palästinensischer Familien aus ihren Häusern, die Restriktionen gegen Muslime, die auf dem Tempelberg beten wollen, sowie die israelischen Feiern zum Jahrestag der Eroberung Ost-Jerusalems gießen Öl ins Feuer des Konflikts. Zusätzlich hat die Absage der ersten Wahlen seit 15 Jahren bei vielen Palästinensern und Palästinenserinnen Zorn ausgelöst. Sie hatten auf neue politische Führungspersönlichkeiten gehofft – und darauf, dass die Wahl ein erster Schritt zur Einigung des palästinensischen Volkes in Gaza und im Westjordanland und damit einer stärkeren Vertretung der Palästinenser gegenüber Israel sein könnte. In Gaza herrscht die islamistische Hamas, im Westjordanland die gemäßigte, aber intern zerstrittene Fatah, der Korruption und Misswirtschaft vorgeworfen wird.

Im „WELTjournal“ zeigen Menschen aus Gaza und aus dem Westjordanland, in welch unterschiedlichen Welten sie leben. Die junge Medizin-Studentin Yaraa aus Ramallah kennt ihre Cousine Dina aus Gaza nur über Video-Telefonie. Der ehemalige Fatah-Abgeordnete Alaa wurde in Gaza bedroht und musste sich ins Westjordanland retten. Dort wiederum werden Hamas-Anhänger verfolgt. Auf beiden Seiten haben die jeweiligen Bewegungen ihre Macht mit autoritären Mitteln und Repression durchgesetzt. Die Spaltung der Palästinenser schwächt ihre Position nach außen, doch bis jetzt sind sämtliche Versuche einer Einigung gescheitert.

WELTjournal +: „Jung, weiblich, palästinensisch – Kampf um Selbstbestimmung“

Junge Frauen in Palästina begehren auf. In der traditionell patriarchalen Gesellschaft wurde zwar die Stellung der Frau in den vergangenen Jahren gestärkt, doch die Freiheit hat weiterhin Grenzen:
„Meine Eltern haben nicht erlaubt, dass ich mich einer Band anschließe, weil ich die einzige Frau gewesen wäre“, erinnert sich Rapperin Safaa Hathot an die Anfänge ihrer Karriere. „WELTjournal +“ porträtiert junge palästinensische Frauen in Palästina und Israel und zeigt ihren Alltag in einer Macho-Welt. DJane Yasmin Eve aus der konservativen arabischen Gemeinde im israelischen Haifa bringt die Vorurteile auf den Punkt: „Viele sind schockiert, wenn sie herausfinden, dass ich keine Jüdin bin. Ich habe Tattoos und ein Nasenpiercing, daher schaue ich angeblich nicht wie eine Palästinenserin aus.“ Obwohl mittlerweile viele palästinensische Frauen studieren und arbeiten, werden sie in Teilen der Gesellschaft in Israel und Palästina nicht oder nur widerwillig akzeptiert.

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