Am 25. November ab 22.55 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Zigtausende Menschen gehen in Polen seit Wochen gegen die geplante Verschärfung des ohnehin äußerst restriktiven Abtreibungsrechts auf die Straße. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 25. November 2020, um 22.55 Uhr in ORF 2 die Reportage „Polen – der Rückwärtskurs“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.30 Uhr die Dokumentation „Abtreibung – Kreuzzug gegen Frauenrechte“.

WELTjournal: „Polen – der Rückwärtskurs“

Seit Wochen demonstrieren in Polen Zigtausende Menschen gegen die geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts, das ohnehin zu den strengsten in Europa gehört. Demnach soll Schwangerschaftsabbruch auch dann verboten werden, wenn der Fötus schwere Fehlbildungen aufweist. Die Demonstrationen sind die größten, die Polen seit den 1980er Jahren erlebt hat – und das mitten in der Corona-Krise. Sie richten sich auch gegen die mächtige Kirche. „Offiziell gibt es natürlich die Trennung von Kirche und Staat, doch im heutigen Polen ist das nur noch eine Illusion“, sagt die Psychotherapeutin und Aktivistin Ella Podleśna, die wegen ihres Engagements zunehmend unter Druck gerät.
Das „WELTjournal“ zeigt, wie sehr der umstrittene klerikal-konservative Kurs der Regierung Polen verändert hat. Vorstöße gegen Minderheiten und liberale Rechte, gegen Medien und Rechtsstaatlichkeit haben bereits die EU auf den Plan gerufen. Und auch in Polen selbst ist laut Umfragen der Rückhalt für den Rückwärtskurs der Regierung auf ein Drittel geschrumpft.

WELTjournal +: „Abtreibung – Kreuzzug gegen Frauenrechte“

Für viele europäische Frauen ist es heute selbstverständlich, dass sie das Recht haben, eine ungewollte Schwangerschaft abzubrechen. Doch militante Abtreibungsgegner sind im Aufwind und haben mit Geld aus den USA und Unterstützung konservativer Kirchenkreise ein internationales Netzwerk geknüpft, das Frauen unter Druck setzt und legale Abtreibung erschwert. Von Italien bis Polen, von Frankreich bis Ungarn wird ein Kreuzzug gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch geführt.

Vor allem in Osteuropa haben Nationalisten das Thema längst für sich entdeckt. Politiker wie der ungarische Regierungschef Viktor Orbán stellen die Hebung der Geburtenrate als Alternative zur Zuwanderung dar. In Italien lassen sich kaum Ärzte finden, die bereit sind, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen. Ohne das Wissen der betroffenen Frauen übergeben katholische Krankenhäuser deren Föten an Abtreibungsgegner, die sie dann im Rahmen von Kundgebungen öffentlich bestatten, inklusive Grabstein mit dem Namen der Frau. Schwangerschaftsabbruch wieder illegal zu machen, ist aber nur das erste Ziel der Aktivisten. Ihre weiteren Feindbilder sind Empfängnisverhütung und das Scheidungsrecht.

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