Angebot in den Regionen verbessern

Wien (OTS) „Alleine für Oberösterreich haben Verkehrsexpert*innen ein Potential von 23.000 Stammkund*innen für das neue regionale Klimaticket erhoben. Bundesweit werden es unseren Einschätzungen nach rund 120.000 Bürger*innen sein, die sich möglichst rasch ein österreichweites Klimaticket sichern werden. Mit diesem unschlagbar günstigen Angebot für alle Öffis entlasten wir die heimischen Haushalte und schaffen einen starken Anreiz zum Umstieg vom Auto auf die Öffis. Das wird dem Klima, der Umwelt und der Gesundheit der Bürger*innen nachhaltig guttun“, bilanziert Hermann Weratschnig, Verkehrssprecher der Grünen, nach Bekanntgabe des anvisierten Starts für das Klimaticket am 26. Oktober.

Mit dem österreichweiten „Klimaticket NOW“ können ein Jahr lang alle Öffis um nur 949 Euro zum Einsteigerpreis genutzt werden. „Das ist für viele Pendler*innen und Vielfahrer*innen ein starker Anreiz, wenn man bedenkt, dass eine Monatskarte allein zwischen Linz und Wien ohne die Stadtverkehre derzeit 280 Euro kostet, zwischen Perg und Wien 275 Euro und von Schärding in die Bundeshauptstadt 380 Euro. Wer hier das ganze Jahr über unterwegs ist, hatte den günstigsten Tarif mit der Österreichcard der ÖBB um 1.944 Euro gefunden. Da wundert es mich nicht, dass die Bürger*innen ungeduldig auf das Klimaticket warten“, sagt der Verkehrssprecher.

Weratschnig richtet zudem einen dringenden Appell an die Bundesländer der Ostregion, Niederösterreich, Wien und das Burgenland: „Es wird Zeit ins Klimaticket einzusteigen. Gerade die Ostregion braucht leistbare und attraktive Mobilität. Mehr als die Hälfte der Öffi-Nutzer*innen in Österreich leben dort, warten ungeduldig auf den Start und die damit verbundenen Verbesserungen.“

Der VCÖ veröffentlichte heute eine neue Publikation zur Verkehrswende und den notwendigen Umstieg vom Pkw auf öffentliche Verkehrsmittel. In den Analysen des VCÖ sieht Weratschnig die konsequente Linie der Grünen bestätigt: „Die Zahlen des VCÖ verdeutlichen, wie notwendig es ist, die Mobilitätswende zu beschleunigen und hier mit einer wirksamen ökosozialen CO2-Bepreisung aufs Tempo zu drücken. Der von Bundesministerin Leonore Gewessler vorgestellte Mobilitätsmasterplan ist der Schlüssel dazu.“

Hierin finden sich auch zahlreiche Lösungs- und Entwicklungsmöglichkeiten wieder, die in der VCÖ-Analyse als Auftrag an die Politik aufscheinen. „Beim Ausbau der Öffis sind alle Ebenen gefordert. Das Klimaticket wirkt umso stärker, je besser das Angebot ist. Einige Bundesländer haben hier die Nase vorn und werden davon mehr profitieren. Das hat eine kräftige Wirkung auf die Wirtschaftsleistung und die Standortqualität. Der Ausbau der Regionalbahnen in Linz und Innsbruck sind gute Beispiele dafür“, gibt Weratschnig den VCÖ-Schlussfolgerungen Recht.

„Die Dekarbonisierung des Verkehrs durch Batterieelektrik hilft in jenen Bereichen CO2-Emissionen einzusparen, wo wir auch zukünftig Individualverkehr per Pkw brauchen werden. Nicht in allen Regionen wird stets ein dichter Taktverkehr möglich sein, aber dort wo Öffis komfortabel und leistbar unterwegs sind, wird der Pkw-Verkehr zurückgehen und weniger Platz brauchen“, ist sich der Verkehrssprecher der Grünen sicher. Um diese Entwicklung nachhaltig zu unterstützen, brauche es neben einer verbesserten Öffi-Infrastruktur auch entsprechend mehr Platz und Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen im öffentlichen Raum.

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