Schweizer Studie zeigt raschere, günstigere und flächensparendere Möglichkeit

Wien (OTS) „Im Rahmen der Evaluierung des ASFINAG-Bauprogramms auch die neue Machbarkeitsstudie aus St. Gallen für eine Tunnelvariante zur Autobahnverbindung zwischen Schweiz und Vorarlberg einzubeziehen, macht aus unserer Sicht klar Sinn“, erklärt Hermann Weratschnig, Verkehrssprecher der Grünen. „Es geht uns dabei um die Möglichkeit einer rascheren Verkehrsentlastung für die Bürger*innen im Rheintal, ohne eine neue Transitschneise in die Landschaft zu schlagen. Darum haben wir heute im Nationalrat gemeinsam mit dem Koalitionspartner einen entsprechenden Antrag eingebracht. Zukünftig braucht es bei allen großen Infrastrukturvorhaben einen Klimacheck, wenn wir es mit den gemeinsam vereinbarten Klimaschutzzielen wirklich ernst meinen“, verdeutlicht Weratschnig die laufende Evaluierung des ASFINAG-Bauprogramms.

Die Verkehrssituation im Vorarlberger Rheintal ist seit Jahrzehnten angespannt, zahlreiche Bürger*innen an den Ortsdurchfahrten, wie etwa jener von Lustenau, sind stark vom Lkw-Transitverkehr betroffen. „Unser Ziel muss klarerweise eine möglichst rasche und nachhaltige Verkehrsentlastung für die Region sein. Die jüngst vom Kanton St. Gallen vorgelegte bautechnische Machbarkeitsstudie geht auf eine Tunnelverbindung zwischen der Schweizer N13 und der Vorarlberger A14 Rheintalautobahn bei Hohenems-Diepoldsau ein, also sozusagen an der schmalsten Stelle. Diese Verbindung wäre etwa 3,5 Kilometer lang und könnte laut Studie binnen rund sechs Jahren umgesetzt werden, was entscheidend rascher und flächensparender wäre, als eine Bodenseeschnellstraße S18“, führt Weratschnig aus. Die aktuellen Überlegungen zur S18 vom Knoten Dornbirn bis zur Staatsgrenze bei Höchst sieht eine 8,5 Kilometer lange Verbindungsstraße vor, deren Bau rund 1,5 Milliarden Euro kosten soll und schätzungsweise 20 Jahre in Anspruch nehmen könnte.

„Uns geht es um eine Entlastung für die Bürger*innen im Rheintal, ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes Infrastrukturprogramm mit Rücksicht auf Österreichs Klimaschutz-Ziele, um eine Verbesserung der Verkehrssicherheit und auch um einen sparsamen, sinnvollen Umgang mit den notwendigen öffentlichen Mitteln. Darum wollen wir gemeinsam mit dem Koalitionspartner die derzeitige Evaluierung des ASFINAG-Bauprogramms nutzen, um auch diese Tunnellösung näher betrachten zu lassen. Aus unserer Sicht sollten die Realisierungschancen, der Umsetzungszeitraum, der notwendige Bodenverbrauch und die entsprechende Flächenversiegelung in diese Überprüfung einfließen“, hält der Verkehrssprecher der Grünen fest.

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