Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien für ehemalige Leiterin des ZOOM Kindermuseums und Silbernes Verdienstzeichen des Landes Wien für Leiterin des Kabinetttheaters

Wien (OTS) „Elisabeth Menasse-Wiesbauer und Julia Reichert haben in der Stadt in ihren jeweiligen Bereichen mit viel Kraft und Energie ihre Visionen verfolgt und nachhaltige Spuren hinterlassen“, betonte Wiens Kulturstadträtin im Rahmen der Ehrung, die heute, Freitag, im Wiener Rathaus stattfand. „Menasse-Wiesbauer hat mit dem ZOOM einen neuen Wissensraum für Kinder geschaffen und damit wichtige Impulse und Akzente in der Stadt gesetzt. Julia Reichert hat mit der Gründung und Leitung des Figurentheaters für Erwachsene große Gastgeberschaft bewiesen. Einzigartig ist die Verbindung zur zeitgenössischen Literatur; so hat sie viele Minidramen namhafter Autorinnen und Autoren für ein Publikum zugänglich gemacht und übersetzt“.

„Im ZOOM gibt es eine Heldin und die heißt Elisabeth Menasse-Wiesbauer“, unterstrich Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky in seiner Laudatio auf die ehemalige Leiterin. Sie stünde für eine internationale Ausrichtung und für die Öffnung nach außen mit Pop Ups, Stadtlaboren und Sonderprojekten. „Das ZOOM Kindermuseum ist ein Ort, der viele Kindheiten geprägt hat. Es ist überall in der Stadt zu Hause und für alle Kinder da“.

„Das Kabinetttheater gehört zu den besonderen Orten in der Stadt“, so Theaterwissenschaftler Stefan Hulfeld in seiner Laudatio auf die Prinzipalin. „Julia Reichert ist Spezialistin für Augen, Gelenke und aufklappbare Gesichter, die fundamental ästhetischen Prinzipien folgen“. Das habe sie in München, Graz und in Wien gemacht und in die Welt hinausgetragen.

„Die Auszeichnung ist Anerkennung meiner Arbeit und die meiner Kolleginnen. Wir haben gmeinsam das Haus zu dem gemacht, was es ist“, bedankte sich Elisabeth Menasse-Wiesbauer und wies darauf hin, dass das nach Ehemann und Schwiegervater die dritte Auszeichnung in der Familie sei. „Für mich ist diese Auszeichnung etwas Besonderes, ich freue mich sehr“.

„Mit dieser Auszeichnung werden drei Jahrzehnte Einsatz im Kabinetttheater honoriert“, bedankte sich Julia Reichert und fügte hinzu: „Ich finde es großartig, dass das Kulturbudget angehoben wird. Und dass im Schatten der großen Bühnen auch die kleinen und kleinsten Theater am Leben erhalten werden“.

Zwt: Biographie Elisabeth Menasse-Wiesbauer

Elisabeth Menasse-Wiesbauer stammt aus Obernberg am Inn in Oberösterreich. Sie studierte 1973-1981 an den Universitäten Salzburg und Wien Geschichte, Psychologie und Philosophie. Menasse-Wiesbauer promovierte 1981 bei Erika Weinzierl mit der Arbeit „Das Kind als Objekt der Wissenschaft. Medizinische und psychologische Kinderforschung an der Wiener Universität 1800-1914“.

2003 wurde Menasse-Wiesbauer Direktorin des ZOOM Kindermuseums. Unter der Ägide Menasse-Wiesbauers wurden KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und ArchitektInnenbüros in die Programm- und Ausstellungsgestaltung eingebunden und es entstanden Workshops und neue Formate wie „Die Wiener Kindervorlesungen“. Menasse-Wiesbauer eröffnete zahlreiche Themenausstellungen, darunter “Wolfgang Amadé, ein ganz normales Wunderkind”, “Moneten, Kies und Kröten”, ” Es fliegt, es fliegt” oder “Achtung Baustelle” (2011). Das Duo donmartin super sets übernahmen ebenso Ausstellungsgestaltungen, wie die Gruppe Gelitin oder The next Enterprise architects.

2004 wurde ein digitales Trickfilmstudio im Kindermuseum eingerichtet und damit war das Zoom-Kindermuseum eine der ersten Institutionen, die sich mit dem Thema Neue Medien beschäftigten. Von 2003 bis 2011 war Menasse-Wiesbauer im Vorstand der Europäischen Kindermuseums-vereinigung „Hands on Europe“.

Zwt.: Biographie Julia Reichert

Julia Reichert ist die Tochter des Schauspielers, Komikers und Varietékünstlers Willy Reichert und der Schauspielerin Elisabeth Amann. Nach der Ausbildung zur Bibliothekarin leitete sie die Münchner Autorenbuchhandlung am Wiener Platz und konnte Kontakte zu Verlagen sowie zu Autorinnen und Autoren knüpfen.

1985 ging Julia Reichert nach Graz. Sie fertigte unter anderem Reklamefiguren für den Hanser Verlag und Masken für Aufführungen des “steirischen herbsts” an, ehe sie 1989 gemeinsam mit Christopher Widauer in einem ehemaligen Pfarrkindergarten das Kabinetttheater als Figurentheater etablierte.1996 übersiedelte das Theater in die Wiener Porzellangasse. Seit 2010 leitet sie das Theater alleine. Mittlerweile befinden sich über 60 Dramolette im Repertoire, darunter Auftragswerke von Wolfgang Bauer, Anselm Glück oder Gerhard Rühm. Das Kabinetttheater spielt im gesamten deutschen Sprachraum, gastiert bei wichtigen internationalen Festivals wie Erlangen und Braunschweig, den Ludwigsburger Schlossfestspielen oder den Bregenzer Festspielen, aber auch in der Schweiz und in Italien, in der Ukraine oder in Übersee sowie in Südkorea und Thailand.

2004 wurde das Theater für seine außergewöhnlichen Produktionen, im Speziellen für “Sündenfälle”, als beste Off-Produktion mit dem Nestroy-Preis ausgezeichnet.

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