Wien (OTS) Auch wenn der Sommer sich doch langsam dem Ende zuneigt, zeigt sich doch gerade heuer mehr als deutlich, dass der Klimawandel urbane Lebensräume vor immer größere Herausforderungen stellt. Was aber kann jeder und jede Einzelne beitragen, um wichtige Schritte in die richtige Richtung zu setzen? Welche Projekte laufen bereits? Die Expert*innen der Stadt Wien sind auch im September im Rahmen der Wiener Klima-Tour mit ihren E-Lastenbikes unterwegs, um Einblicke zu geben und Fragen zu beantworten – am 9. September beispielsweise beim Klimagrätzlfest Meidling.

„Wir nutzen die vielen Gelegenheiten, die sich gerade in der wärmeren Jahreszeit bieten, um bei Grätzelfesten, in Parks und bei vielen anderen Gelegenheiten mit unseren Expert*innen präsent zu sein und auf die Situation und unsere Möglichkeiten aufmerksam zu machen“, betont Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Der Klimawandel stellt uns alle vor große Herausforderungen. Unser Ziel ist es, Wien bis 2040 zu einer klimaneutralen Stadt zu machen“

Die Anpassung an den Klimawandel ist dabei ein notwendiger Bestandteil der Klimaschutzpolitik: Die Stadtregierung hat im Regierungsprogramm das 100 Mio. Euro schwere Förderprogramm „Lebenswerte Klimamusterstadt“ auf den Weg gebracht. Bis 2025 stehen pro Jahr 20 Mio. Euro für Projekte der Bezirke im Kampf gegen den Klimawandel und dessen Folgen zur Verfügung. Gefördert werden Projekte im Rahmen der Umgestaltung des öffentlichen Raums – von Entsiegelung von Flächen und Pflanzungen von Bäumen über die Attraktivierung von Plätzen mit Cooling Spots bis hin zu Wasserspielen, Trinkbrunnen und Nebelduschen in Parks.

„Gemeinsam mit den Bezirken sorgen wir für bessere Lebensqualität im öffentlichen Raum und machen den Aufenthalt in den Parks und Grünraumen mit mehr Bäumen, Wasserspielen, Trinkbrunnen und Beschattungen noch attraktiver“, so Czernohorszky.

Wiener Klima-Tour – die nächsten Termine

Die Expert*innen der Stadt Wien informieren über das Thema Klimaschutz und die Wichtigkeit und Bedeutung von Grünräumen und geben viele wertvolle Tipps für Klimaschutz im Alltag. Natürlich ist auch für die jüngsten Besucher*innen gesorgt: Alle E-Lastenräder sind nicht nur mit umfangreichem Informationsmaterial ausgestattet, sondern bieten auch Spannendes und Abwechslungsreiches für die Kids. Mitmachen ist hier definitiv gefragt.

Die nächsten Stopps der Klima-Tour sind in den Bezirken Mariahilf, Leopoldstadt, Landstraße, Meidling und Donaustadt,

Dienstag, 6. September, Kurt-Pint-Platz, 1060 Wien, 13-19 Uhr
Mittwoch, 7. September, Rudolf-Bednar-Park, 1020 Wien, 13-19 Uhr
Donnerstag, 8. September, Arenbergpark, 1030 Wien, 13-19 Uhr
Freitag, 9. September, Klimagrätzlfest Meidling, Rosaliagasse, 1120 Wien 10-18 Uhr
Sonntag, 11. September, Tag des Kindes, Donaupark, 1220 Wien, 14-17 Uhr

Alle Infos und Termine: www.wien.gv.at/klimatour

Wiener Klima-Tour – E-Lastenräder als Infopoints

Die E-Lastenräder fungieren dabei als multifunktionale Informationsträger, die aufmerksam machen sollen – aber vor allem auch zum selbst Ausprobieren und Entdecken einladen. Expert*innen geben dazu Auskunft über die verschiedenen Auswirkungen des Klimawandels und die geplanten und bereits gesetzten Maßnahmen der Stadt Wien. Auch über den Beitrag, den die Wiener*innen selbst leisten können, wird informiert. Die E-Fahrradflotte ist folgenden Schwerpunkten gewidmet:

Bei der Kreislaufwirtschaft geht es um alles rund um das Thema „Mist“ – von der Abfallwirtschaft, über Mülltrennung bis hin zu Second Hand und Müllvermeidung, aber auch die Energieproduktion durch Müllverbrennung wird thematisiert.

Der Bereich Artenvielfalt bietet Einblicke in die „Wald- und Wiesen-Charta“ sowie den Aktionsplan Artenvielfalt der Stadt Wien. Naturbelassene Orte in der Stadt bieten der Tier- und Pflanzenwelt viele Möglichkeiten, aber auch der eigene Garten kann sich zum kleinen Paradies für Wildtiere entwickeln, wenn man ein paar Regeln beachtet.

Wer kennt das „WeltTellerFeld“ in Wien? Oder wer nutzt die Wiener Fairteiler-Kühlschränke, um ein „zu viel“ an Lebensmittel an andere weiterzugeben? Diese und viele andere Themen rund um den Fokus Ernährung bilden ein ebenso spannendes wie breites Feld, bei dem es viele Tipps und Tricks für einen persönlichen Beitrag etwa zum Thema CO2-Reduktion geht.

Wasser macht gutes Klima und spielt auch eine wesentliche Rolle bei der Klimawandelanpassung: Bei diesem Themenrad erfährt man, was Wien zum Schutz seiner Quellschutzwälder tut, aber auch wie die Stadt Wasser gezielt und kreativ einsetzt, um der Hitze entgegenzuwirken. Mit dem Wiener Wasser werden zudem 16 Trinkwasser-Kraftwerke angetrieben, die so viel Strom produzieren, dass eine Stadt wie Wiener Neustadt damit versorgt werden könnte. Darüber hinaus gibt es hier jede Menge Infos zum Wiener Kanalsystem und die moderne Abwasserreinigung der Stadt Wien.

Apropos Klimawandelanpassung: Dank des Grüngürtels mit dem Wienerwald und den rund 1.000 Parkanlagen verfügt Wien schon heute über mehr als 50 Prozent Grün-Anteil im Stadtgebiet – dennoch ist die Schaffung neuer Grünräume ein wesentliches Anliegen. Für 96 Prozent der Wiener*innen gilt bereits heute: innerhalb von nur 30 Minuten können sie mit klimafreundlichen Öffis größere Grünflächen im Stadtgebiet erreichen. Beim Themenfahrrad erfährt man mehr über Wiens Grün- und Erholungsflächen sowie Interessantes über den Wiener Stadtbaum.

Den Weg weg von fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien thematisiert das Energie-Rad: Um bis 2040 klimaneutral zu sein, muss der Ausstieg aus fossiler Energiegewinnung gelingen. Beim Themenrad werden die verschiedenen Möglichkeiten dazu vorgestellt– über Energiesparen, über Photovoltaik, über Wärmepumpen bis hin zur Nutzung von Fernwärme.

Das Themenrad zum Wiener Klimafahrplan gibt einen Überblick über den Weg zur Klimaneutralität bis 2040 – konkret sind 100 Maßnahmen in Planung.

Rückfragen & Kontakt:

Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
+43 1 4000 81446



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