Öffentlich-rechtliche Konstruktion mit Ausbildungsschiene überlegenswert

Wien (OTS/SK) SPÖ-Mediensprecher Thomas Drozda appelliert einmal mehr für den Erhalt der Wiener Zeitung in einer täglichen Printausgabe. „Es ist ein medienpolitisches Armutszeugnis von Türkis-Grün, die älteste Tageszeitung der Welt einfach abzumurksen. Dieses Kaputtsparen der traditionsreichsten Zeitung Österreichs ist ein Demokratie- und ein Kulturverlust. Die Pläne, der Wiener Zeitung mit Abschaffung der Pflichtinserate die Finanzierungsgrundlage zu entziehen, gibt es von Seiten der ÖVP ja schon länger. Auch die EU-Richtlinie, auf die ÖVP und Grüne immer verweisen, steht einer Weiterführung nicht im Wege. Dass die Regierung es nicht zustande gebracht hat, ein alternatives Finanzierungskonzept vorzulegen, zeigt, dass es null Interesse gibt, die Zeitung zu erhalten. Wir werden das jedenfalls auch im Nationalrat thematisieren“, kündigt Drozda eine Anfrage an. ****

Dabei gebe es Möglichkeiten zum Erhalt der Tageszeitung. So könnte die Wiener Zeitung als öffentlich-rechtliches Medium etwa mit einem Ausbildungsauftrag weitergeführt werden, was eine öffentliche Finanzierung rechtfertigen würde, ohne dass es zu einer Wettbewerbsverzerrung kommt. „Gefragt ist Fantasie und politischer Wille. Es geht um nichts weniger als Medienvielfalt und damit einen Eckpfeiler einer liberalen Demokratie. Aber das spielt nach Türkis-Blau offenbar auch für Türkis-Grün keine Rolle“, kritisiert Drozda. (Schluss) bj/ah

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