Utopie statt Dystopie – Kann Forschung die Zukunft bringen, die wir uns wünschen?

Linz (OTS) Technischer Fortschritt betrifft uns alle. Aber wie wirken sich Technologien auf Menschen und ihren Alltag aus? Was erwartet uns? Und wie können wir dafür sorgen, dass Wissenschaft auch von Laien verstanden wird und wirklich den Menschen dient? Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft widmet sich gemeinsam mit der der Johannes Kepler Universität Linz und der Universität für angewandte Kunst Wien diesen Fragen.

Umwelt, Medizin und mehr: Technische Innovation soll Probleme lösen. Gelingt ihr das? Und wie gehen wir als Gesellschaft damit um? Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft unterstützt mit einem siebenstelligen Betrag die gemeinsame Gründung zweier Innovationslabore. Diese an der Johannes Kepler Universität und der Universität für angewandte Kunst Wien angesiedelten und österreichweit einzigartigen „Open Innovation in Science Impact Labs“ rücken die Bevölkerung und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt und adressieren die großen Herausforderungen am Weg in eine wünschenswerte Zukunft – von der digitalen Revolution bis zur Klimakrise.

„Wir sind stolz, gemeinsam mit der Johannes Kepler Universität Linz und der Universität für angewandte Kunst Wien zwei Open Innovation in Science Impact Labs einzurichten. Durch die gezielte Öffnung der wissenschaftlichen Forschung können gesellschaftliche Bedürfnisse besser adressiert und konkrete Handlungsanweisungen geliefert werden“, so Patrick Lehner, Leiter des LBG Open Innovation in Science Center.

Um die sensible Balance zwischen gesellschaftlichem und technologischem Fortschritt zu wahren, werden die Positionen von Zivilbürger*innen ebenso wie von Stakeholdern aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Politik, NGOs u.a.m. in die Forschungsprozesse einbezogen. „Im Sinne eines direkten Nutzens der Wissenschaft für die Öffentlichkeit sind Universitäten heute gefordert, neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln. Durch diese zukunftsweisende Kooperation mit der Ludwig Boltzmann Gesellschaft entsteht neues Potenzial für fächerübergreifende Spitzenforschung. Die Einbindung der Bevölkerung entfacht kreative Ideen für die Gestaltung von aufstrebenden Technologien wie künstlicher Intelligenz, Robotik oder Data Science“, so Christopher Lindinger, JKU-Vizerektor und einer der Initiator*innen des Projekts.

„Wir laden sehr niederschwellig Projektideen ein, mit denen Schritte zur nötigen positiven Transformation unserer Gesellschaft gesetzt werden sollen. Diese werden im Rahmen des Labs mit vielfältiger Expertise aus Wissenschaft und Kunst verbunden, sodass neuartige Gestaltungsräume entstehen und damit ganz konkrete Möglichkeiten, Mitverantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen. Mit der Art & Science Lounge der Angewandten in der Kassenhalle der Otto-Wagner-Postsparkasse steht dafür ab Herbst auch ein spannender Ort für Diskurs und Vernetzung zur Verfügung.“ erläutert Bernhard Kernegger, Vizerektor und Initiator des Labs an der Angewandten.

Durch konstanten Austausch stärken die „Open Innovation in Science Impact Labs“ die Kollaboration zwischen den Projektpartner*innen. Die Labore schaffen Freiräume und geeignete Rahmenbedingungen für die Verbreiterung des Zugangs zu Forschung mit hoher gesellschaftlicher Relevanz. Ihre Ergebnisse sollen auch anderen Universitäten zur Verfügung gestellt werden. Insofern schließen die „Open Innovation in Science Impact Labs“ eine Lücke zwischen Theorie und Praxis, zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung und ebnen den Weg für die Expedition in eine aussichtsreiche Zukunft.

Zukunft, die wir wollen

„The future we want!“ ist für das „Open Innovation in Science Impact Lab“ der Johannes Kepler Universität Generalthema und Aufruf zugleich. Unterschiedliche Akteur*innen sind im Rahmen von partizipativen Forschungsmethoden eingeladen, technologische und ökologische Fragestellungen zu beantworten. Welche Trends und Entwicklungen werden zukünftig die Interaktion zwischen Mensch und Maschine beeinflussen? Wie wirken sich diese Entwicklungen auf unser Zusammenleben aus? Welche gesellschaftlichen Anliegen können mit Hilfe technologiegetriebener Innovationen propagiert werden?

Die Öffnung von Innovationskreisläufen erfolgt etwa durch die Förderung von Leuchtturmprojekten und durch Kompetenztrainings zur Verankerung von Open-Innovation-Strategien in der Wissenschaft.

Handlungsanweisungen für eine nachhaltige Zukunft

Unter dem Titel „Action for Sustainable Future hub“ sucht das „Open Innovation in Science Impact Lab“ an der Universität für angewandte Kunst Wien nach konkreten Lösungen, die einen nachhaltigen Wandel im Hinblick auf die UN-Agenda 2030 vorantreiben. Es eröffnet niederschwellige Möglichkeiten zur Projektbeteiligung: Bis 30.06.2021 können Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, NGOs oder Aktivist*innen Ideenskizzen einreichen, die in Folge Unterstützung bei der Antragstellung erfahren. Projektanträge können bis 30.09.2021 eingebracht werden. Die vollständige Ausschreibung findet sich hier: https://www.dieangewandte.at/asf/call

Unterstützt werden Projekte, die sich einer realweltlichen Umsetzung von Ideen für tiefgehende gesellschaftliche Transformationen widmen wollen. Die Berücksichtigung von Akteur*innen aus Kunst und Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie, Politik und Verwaltung sowie von NGOs oder weiteren Vertreter*innen der Zivilgesellschaft soll ein wesentliches Merkmal der Projekte darstellen. Dabei zielen die Vorhaben auch darauf ab, die Qualität demokratischer Beteiligung mit besonderem Fokus auf soziale Ungleichheit und Diversität zu erhöhen.

Rückfragen & Kontakt:

Ansprechpartner*innen:
Open Innovation in Science Lab „The future we want!“
Johannes Kepler Universität Linz
Ansprechperson: Mag.a (FH) Patricia Stark, PMBA – Lab-Koordination
patricia.stark@jku.at, jku.at/ois

Open Innovation in Science Lab „Action for Sustainable Future hub”
Ansprechperson: Dr. Dorothea Born – Lab-Koordination
dorothea.born@uni-ak.ac.at, dieangewandte.at/asf

LBG Open Innovation in Science Center
Ansprechperson: Mag. Patrick Lehner – LBG Open Innovation in Science Center
patrick.lehner@lbg.ac.at, ois.lbg.ac.at

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