Positive Anreize für Erhöhung der Impfquote statt weitere Verschärfungen – 3G-Regelung wird eingehalten

Wien (OTS) Die aktuellen Diskussionen rund um eine 1G-Regel für Freizeit- und Sportbetriebe führt in der Branche zu Irritationen. Astrid Legner, Obfrau des Fachverbandes Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): „Unsere ohnehin durch die Pandemie schwerst betroffenen Betriebe brauchen jetzt keine Verschärfung, sondern es braucht dringend Anreize, um die Impfquote zu erhöhen. Die meisten unserer rund 20.000 Freizeit- und Sportbetriebe waren rund sieben Monate geschlossen und kämpfen nach wie vor mit den Folgen der Lockdowns. Wir sollten über positive Anreize – insbesondere für junge Menschen – und nicht über Verschärfungen diskutieren“, so Legner.

Auch Christian Hörl, Fitness-Branchensprecher im Fachverband, zeigt sich besorgt: „Für viele der 1.300 Fitnessbetriebe in Österreich wären Verschärfungen katastrophal. Statistisch gesehen, liegt das Durchschnittsalter unserer Kunden zwischen 30 und 45 Jahren, in dieser Altersgruppe ist der Anteil der Geimpften verhältnismäßig gering. Umso mehr braucht es jetzt positive Anreize für die Impfung. Die Betriebe würden nach den bereits erlittenen enormen Rückgängen noch weitere 30 bis 50 Prozent an Kunden verlieren, was kaum ein Betrieb aushalten wird.“

„Es gibt bis dato keinerlei Hinweise darauf, dass es im Sportbereich zu Problemen oder Ansteckungen hinsichtlich Corona gekommen ist. Dies deshalb, weil die Betriebe die 3Gs grundsätzlich sehr genau überprüfen und das Training in Fitnessstudios aufgrund der ohnehin notwendigen Abstände und der extrem hohen Hygienestandards sehr sicher ist“, betont Hörl.

„Selbstverständlich unterstützen wir alle Maßnahmen, die die Infektionen reduzieren und zu einer Erhöhung der Impfquote führen, diese dürfen allerdings nicht überschießend sein. Die 3G-Regel hat sich bewährt, weitere Verschärfungen lehnen wir dezidiert ab. Positive Anreize für eine Erhöhung der Impfbeteiligung wie zum Beispiel die Ausgabe von Gutscheinen oder Freikarten, die in den Betrieben eingelöst werden können, wären ein besserer, sinnvollerer Weg“, so Legner. (PWK395/PM)

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