Tag der Arbeitslosigkeit

Wien (OTS) Am 1. Mai feiert Österreich den „Tag der Arbeit“. Doch viele Menschen haben aktuell keinen Grund zum Feiern. Am „Tag der Arbeitslosen“, welcher traditionell am 30. April stattfindet, macht die Heilsarmee Österreich auf die Arbeitssituation von (ehemals) wohnungslosen Menschen aufmerksam.

Während der Pandemie haben viele ihren Job verloren, auch Klient*innen der Heilsarmee. „In einzelnen Fällen ist dies auch der Hauptgrund für die Wohnungslosigkeit“, erzählt Ulrike Knecht, Bereichsleiterin der Mobilen Wohnbegleitung – kurz MOWO. «Wir kennen aber auch den umgekehrten Fall, wo der Wohnungsverlust einen Menschen so tief in die Krise führt, dass es schwierig wird, den Job zu halten», so Knecht. Sie und ihr Team helfen ehemals wohnungslosen Menschen, ihre Wohnung in Hauptmiete zu behalten.

2020 hat ein Viertel gearbeitet

Wohnungslos zu sein bedeutet nicht zwangsläufig, dass jemand arbeitslos ist oder es sein möchte. 2020 hatte gut ein Viertel (26%) der Menschen, die von der MOWO betreut wurden, mindestens einmal ein Einkommen aus Arbeit. Doch aktuell gestaltet sich der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vor allem für Menschen mit Gastroerfahrung oder -ausbildung schwierig. Auch Gelegenheitsjobs sind kaum mehr zu bekommen.

Zuerst kommt das «Drumherum»

In der Mobilen Wohnbegleitung steht die Wohnungssicherung an erster Stelle. Hier ist es wichtig, dass sich die allgemeine Lebenssituation der Klient*innen verbessert, bevor ein neuer Job gefunden werden kann. Viele Wohnungslose müssen sich gesundheitlich, materiell und sozial stabilisieren. Sie müssen sich von ihrer Lebenskrise erholen. «Unsere Kernaufgabe ist es, den Wohnungsverlust zu verhindern, damit es möglichst zu einem «Danach» kommen kann», so Knecht. «Wir arbeiten mit den Klient*innen viel am «Drumherum». Nach einer Krise muss der Alltag neu geordnet werden und alles wieder in den richtigen Bahnen sein, bevor es mit dem Job losgehen kann», berichtet auch MOWO-Teamleiter Lukas Wolfger. In manchen Fällen kann die Teilnahme an Tagesstrukturangeboten, Freizeitaktivitäten oder auch eine befristete Beschäftigung der erste Schritt sein.

Hilfestellungen der Heilsarmee Österreich

Sobald sich die Lebenssituation stabilisiert hat, berät und unterstützt die Heilsarmee Klient*innen bei der Jobsuche. Im Bedarfsfall erhalten sie auch Hilfe bei der Aktualisierung ihrer Bewerbungsunterlagen und Motivationsschreiben. «In manchen Fällen arbeiten wir in Richtung Berufsorientierung. Wir motivieren und besprechen mögliche berufliche Perspektiven. Dies ist uns vor allem bei jungen Wohnungslosen ein besonderes Anliegen», so Wolfger. Darüber hinaus ermutigt die Heilsarmee ihre Klient*innen, eine Peer-Ausbildung zu machen. In diesem Kurs werden ehemalige Obdachlose für die Arbeit in der Wohnungslosenhilfe ausgebildet. Derzeit arbeiten zwei Peers bei der Heilsarmee. Das ist ein Erfolg auf beiden Seiten.

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