Mittel des Aufbau- und Resilienzplan zur Gänze für Schulen nützen

Wien (OTS) Mit Geheimniskrämerei und Intransparenz kommen wir nicht weiter. Die Mittel des Aufbau- und Resilienzplans müssen zur Gänze in die Schule investiert werden, dort haben wir die wirkmächtigsten und umfassendsten Defizite. Gebäude, Methoden und Ausstattung sind nicht zeitgemäß. Der drohende Bildungsnotstand ist eine Zeitbombe, der uns langfristig behindern wird.

„Wir gehen von einer soliden Erholung mit Ende der Impf-Aktion aus. Es wird schwierige Fälle geben, denen wir helfen müssen, ja. Aber grosso modo werden die bisher geschlossenen Branchen rasch durchstarten und aufholen,“ so Blahut. Die wirkmächtigsten Fehlentwicklungen aber, die sich auch in der Pandemie als besonderes Desaster darstellten, lägen wo anders: „Als Lehrlingsausbildner, als Baumeisterin, als Gewerbetreibende, als Innenausstatter, als Architektin, als Weiterbildner und Seminaranbieterin, als Expert*innen für Gebäudesanierungen, für Energieeffizienz oder neue Energie, aber besonders als Mütter und Väter, die dem Unterricht seit einem Jahr frei Haus und unzensiert folgen durften, stellen wir fest: Die Schulen eignen sich nicht mehr zum Lernen.“

Keine Generation lost

Kinder und Jugendliche tragen die Hauptlast dieser Pandemie: „Eine Generation ‚lost‘ als Kollateralschaden der Pandemiebekämpfung ist inakzeptabel.“ Die Schnittstellen des Bildungssystems funktionieren schon länger nicht mehr. Die Möglichkeiten eines Unterrichts des 21. Jahrhunderts werden nicht wahrgenommen. Infrastrukturell sind die Schulen zum großen Teil eine Zumutung – für Schüler*innen und für Lehrer*innen. „Im günstigen Fall haben diese Kinder den Faden, in der Regel aber das Interesse verloren. Sie kämpfen mit regelrechtem Boreout. Das dürfen wir uns einfach nicht länger leisten.“

Investitionen in Schule erfüllen alle Kriterien des EU-Plans

Der ÖGV empfiehlt daher die gesamten in Aussicht gestellten 3,5 Mrd. Euro in die Überführung der Schulen in unsere Zeit zu investieren. Dies würde zu 100% die Kriterien des EU-Aufbauplans erfüllen: Vom sozialen Zusammenhalt, über die Stärkung der institutionellen Resilienz bis zur Beflügelung und Bestärkung der nächsten Generation. Nicht zuletzt muss dringend zur Sicherung des ökologischen Wandels und der Ermöglichung von zeitgemäßem Unterricht in die Sanierung und die Erweiterung der Schulgebäude investiert werden. „Das sind tausende kleine Projekte. Damit sollten die innovativen KMU beauftragt werden, um sicherzustellen, dass das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft die Spätfolgen der Krise sicher überwinden wird.“

„Dass Kindern und Jugendlichen unter untauglichen Bedingungen um ihre Bildung und Ausbildung kämpfen müssen, war und ist ein unhaltbarer Zustand. Wir gefährden sehenden Auges unsere Zukunftsfähigkeit. Deshalb fordern wir, alle Kraft und dieses neue Geld nur in die Schule zu stecken. Der drohende Bildungsnotstand, diese Zeitbombe muss schleunigst entschärft werden. Das bringt uns alle weiter,“ fordert Blahut.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Gewerbeverein
Mag.(FH) Stephan Blahut
Generalsekretär
+43 676 8287 8888
s.blahut@gewerbeverein.at
www.gewerbeverein.at
Büro: +43 1 587 3633



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.