Mit dem Zukunftsfonds haben wir einen Nerv getroffen – das zeigen die zahlreichen Anträge. Egal ob Betriebsrat, Verein oder Geschäftsführung, wir sind auf der Suche nach den besten Ideen für die digitale Arbeitswelt

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer

Linz (OTS) Im Jänner 2019 ist der AK-Zukunftsfonds im Rahmen des Zukunftsprogramms der Arbeiterkammer Oberösterreich gestartet. Dotiert mit 30 Millionen Euro über fünf Jahre ist das Ziel, Projekte zu fördern, die die Arbeitswelt in einer digitalen Welt verbessern. Nach zweieinhalb Jahren, 143 geförderten Projekten und 75.000 erreichten Personen ist klar: das ist gelungen. „Mit dem Zukunftsfonds haben wir einen Nerv getroffen – das zeigen die zahlreichen Anträge. Egal ob Betriebsrat, Verein oder Geschäftsführung, wir sind auf der Suche nach den besten Ideen für die digitale Arbeitswelt“, so AK-Präsident Johann Kalliauer.

Mit dem Zukunftsprogramm der Arbeiterkammer wurden 2018 Maßnahmen beschlossen, um auf die zukünftigen Herausforderungen der Arbeitswelt vorbereitet zu sein. Mit dem AK-Zukunftsfonds wurden 30 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren veranschlagt. Damit sollten Projekte gefördert werden, bei denen die Beschäftigten direkt von den neuen Möglichkeiten in der Arbeitswelt profitieren. Nach dem Start im Jänner 2019 ist mit Juni 2021 die Hälfte der Zeit vorbei.

Viele Projekte umgesetzt

In fünf Einreichrunden und im Rahmen von zwei Sonderförderungen wurden bisher Anträge gestellt. Diese werden von einer Jury beurteilt und – sollten sie angenommen werden – zu 50 Prozent von der Arbeiterkammer gefördert. 185 Anträge wurden von der Jury beurteilt, 143 Projekte davon gefördert. Ein kleines Team begleitet die Projekte von der Idee über die Einreichung bis zum Endbericht – 32 sind schon abgeschlossen.

Mit einer Gesamtprojektsumme von 14 Millionen Euro konnten bisher 75.000 AK-Mitglieder vom Zukunftsfonds profitieren – sei es von einer Weiterbildung, einer Mitarbeiter-App oder einem Exoskelett. Über alle Branchen und Bezirke wurden Projekte eingereicht. Ob im kleinen Familienbetrieb oder im Großbetrieb: Digitalisierung und Innovation spielen in allen Unternehmen eine große Rolle. Während der Corona-Pandemie wurde eine zusätzliche Fördermöglichkeit geschaffen, um die Beschäftigten gesund und sicher durch die Krise zu begleiten. Dabei wurde auf eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung geachtet.

Von der Programmier-Ausbildung bis zu Home-Office mit 3D-Brille

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt auf verschiedenste Art und Weise. Bestehende Berufe fallen weg, Programmierkenntnisse werden dringend gesucht. Die CODERS.BAY in der Tabakfabrik bietet etwa die Möglichkeit, binnen fünf Monaten eine Coding-Ausbildung zu absolvieren. Mit dem Zukunftsfonds bekamen AK-Mitglieder die Hälfte der Kosten ersetzt. Ein weiteres Beispiel: Die Firma ekey hat mit einer App die Sicherheitsbegehungen neu gedacht: statt mit Stift und Zettel machen die Mitarbeiter/-innen mit dem Tablet die Runden im Betrieb. Mittels QR-Codes sind immer die passenden Daten auf dem Bildschirm, und Mängel können gleich per Foto oder Video dokumentiert werden. Spannend war auch das Projekt bei der Firma Fischer Sports in Ried im Innkreis. Dort wurde in der Corona-Krise Home- Office ausgebaut, um für ältere Beschäftigte und Risikogruppen die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Und um Dienstreisen zu ersetzen, wurden 3D-Brillen angeschafft.

Einreichung online möglich

Auch bei der Umsetzung wurden neue Wege beschritten. Der gesamte Prozess wird online abgewickelt, die Information läuft über die Homepage und über Videos, Beratungen werden per Videokonferenz durchgeführt.

Ansuchen können Unternehmen, Vereine oder Betriebsräte/-innen, die die Arbeitsbedingungen der Menschen in unserer digitalisierten Welt verbessern wollen oder sich die Digitalisierung zu Nutze machen, um Arbeit zu erleichtern. Bis 31. August 2021 können wieder Anträge gestellt werden. Alle Infos unter arbeitmenschendigital.at

Ein druckfähiges Bild zum Download finden Sie hier

Bildtext: Digitale Ausbildung in der Lehre, hier im ABZ Braunau

Fotocredit: ABZ Braunau/Geisberger

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich
Ulrike Mayr, MSc
Tel. +43 (0)664-85 00 510
ulrike.mayr@akooe.at
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