Gemeinsamer Beschluss aller Parlamentsfraktionen ist wichtiges Signal an die Opfer

Wien (PK) “Das Heimopferrentengesetz war ein wichtiger Schritt, um den heute erwachsenen Opfern von Missbrauch und Misshandlung in Kinderheimen zu zeigen: die Zeit des Leugnens, Verdrängens und Vergessens angesichts ihres Leids ist vorbei. Ich begrüße sehr, dass mit den heute beschlossenen Nachbesserungen des Gesetzes auch jene Opfer zu ihrem Recht kommen, die nach derzeitiger Gesetzeslage keine Entschädigung erhalten konnten”, so die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures anlässlich des Beschlusses der Gesetzesnovelle zur Heimopferrente durch den Sozialausschuss.

Bures hatte die Gesetzesinitiative mit großem persönlichen Einsatz vorangetrieben. Auf ihr Betreiben hin entschuldigte sich im November 2016 das offizielle Österreich in einer “Geste der Verantwortung” bei all jenen, die als Heimkinder Leid erfahren haben. Am 17. Mai 2017 beschloss der Nationalrat schließlich einstimmig das Heimopferrentengesetz. Personen, die als Kinder zwischen 1945 und 1999 Opfer von Misshandlungen in Heimen und Pflegefamilien geworden sind, können seit 1. Juli 2017 eine monatliche Rente in Höhe von 300 Euro beziehen.

Rückmeldungen Betroffener haben allerdings gezeigt, dass das Gesetz Lücken aufweist. So sind etwa Personen, die in privat geführten Einrichtungen oder Krankenanstalten Opfer von Gewalt wurden, durch den bisherigen Gesetzeswortlaut vom Bezug ausgeschlossen. Dies soll durch die Novelle des Heimopferrentengesetzes behoben werden. Im Mai 2018 bezogen 1.700 Personen eine Heimopferrente. Die Volksanwaltschaft rechnet nach der Gesetzesänderung mit ein paar hundert weiteren Anträgen. (Schluss) red

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